Knalleffekt bei Jahreskonzert

Der Musikverein und das Jugendorchester Ayl überzeugen bei ihrem Auftritt in Saarburg.

Ayl/Saarburg (red) Von Klassik über Marsch- und Filmmusik bis hin zu Pop - das Repertoire des Musikvereins Lyra Ayl, das den rund 350 Zuhörern in der Saarburger Stadthalle bei seinem diesjährigen Jahreskonzert bot, war vielfältig.
Den Auftakt zu dem dreistündigen Konzert machte das vor zwei Jahren gegründete Jugendorchester. Der 14-köpfige Vereinsnachwuchs, der erstmals bei einem Konzert vor großem Publikum von Niklas Drechsler - selbst aktiver Musiker im Verein - dirigiert wurde, präsentierte ebenfalls ein breitgefächertes Programm. Fünf Stücke spielten die jungen Musiker, die seit Jahresanfang dafür geprobt haben. Herausragend dabei war der "March for a celebration" - ein temporeicher, durchaus musikalisch anspruchsvoller Marsch. Durch den halbstündigen Auftritt des Jugendorchesters führten die beiden Nachwuchsmusiker Mika Rörsch und Florian Jochem mit humorvollen Dialogen.
Mit royalem Pomp wurde das Konzert des großen Orchesters eröffnet. Den Marsch "Pomp and Circumstance", komponiert von Edward Elgar, wurde zur Krönung des damaligen britischen Königs Edward VII erstmals gespielt und wird häufig mit der englischen Nationalhymne vertauscht. Nach dem schwungvollen Auftakt wechselten die über 50 Musiker des Ayler Orchesters in klassische Gefilde mit der bekannten "Peer Gynt Suite" von Edward Grieg. Dirigent Bernd Wege, Mitglied im Philharmonischen Orchester Trier, war nach der gelungenen Darbietung sichtlich stolz auf die Leistung seiner Musiker. Auch vor der Saxofonistin Susanne Weber verbeugte sich Wege nach ihrem hervorragenden Solo bei "Ballad of Tenor Saxophone von Sam Daniels". Der zweite Teil des Programms, durch das Manuela Pehl führte, wurde mit der temporeichen "Toccata in D Minor" von Johann Sebastian Bach eröffnet. Auch dieses schwierige Stück meisterte die Musiker des Ayler Orchesters mit Bravour und zeigten damit, dass sich die wochenlange Probearbeit gelohnt hat. Dirigent Wege gelingt es bei den Konzerten immer wieder unter Beweis zu stellen, dass die Mitglieder des Musikvereins auch abseits des üblichen Repertoires eines Dorforchesters auch komplexe Stücke fast schon professionell darbieten können. Genauso sicher wie bei den klassischen Stücken zeigten sich die Musiker unter anderem auch bei einem Medley zum Disney-Musical "König der Löwen". Höhepunkt des Konzerts war das zum Abschluss gespielte Medley mit Hits der britischen Sängerin Adele, das mit einem Knalleffekt endete. Als Luftschlangenbomben auf der Bühne explodierten, herrschte Partystimmung bei den Musikern und den Zuhörern in der Saarburger Stadthalle.