Kniffliger Knotenpunkt

Noch mehrere Monate bleibt die Lage am wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im Süden der Region knifflig: Bis Frühjahr 2008 dauern die Arbeiten am Autobahndreieck Nonnweiler an. Immerhin: Inzwischen ist - von Saarbrücken kommend - die Ausfahrt Otzenhausen auf der A 1 wieder geöffnet. Zudem soll der Verkehr über den Winter auf dem Abschnitt bis zur Landesgrenze wieder normal auf vier Spuren laufen.

Nonnweiler/Hermeskeil. Eine kilometerlange Baustelle, enge Fahrbahnen, gesperrte Aus- und Zufahrten und viele Umleitungen - im Gewirr der Warnbarken und Schilder ist es für Autofahrer keine leichte Aufgabe, auf der A 1 den Überblick zu behalten. Aus Trier kommend erwartet sie an der Lösterbachtalbrücke, also direkt an der Landesgrenze, das erste Hindernis. Auf über vier Kilometern verengt sich die Straße auf eine Spur. Die Ausfahrt Bierfeld ist komplett gesperrt. Abfahrt Bierfeld bis November gesperrt

Grund für die Behinderungen ist die Erneuerung der Fahrbahndecke bis zum Autobahndreieck Nonnweiler. "Damit sind wir im November fertig", kündigt Horst Hanke, der Direktor des saarländischen Landesbetriebs für Straßenbau (LFS) an. Über den Winter kann der Verkehr auf diesem Abschnitt wieder normal laufen. Das wird aber nur eine vorübergehende Erscheinung sein. Im Frühjahr 2008 ist die andere Seite an der Reihe, wird in der Gegenrichtung der Belag erneuert. Bis zum Sommer wird die A 1 dann erneut beidseitig nur einspurig befahrbar sein.Die an der Landesgrenze beginnende Baustelle bereitet der saarländischen Straßenverwaltung allerdings weniger Kopfzerbrechen als die Situation am eigentlichen Nadelöhr auf der Autobahn - dem sich direkt anschließenden Dreieck Nonnweiler. Ursprünglich hätten die Arbeiten dort schon im Sommer abgeschlossen sein sollen. Doch es traten Komplikationen auf. Die Wurzel allen Übels am wichtigsten Verkehrsknotenpunkt im Süden der Region ist die Zufahrtsrampe, die die Autofahrer von der A 62 aus Richtung Pirmasens auf die A 1 nach Saarbrücken bringt. "Diese Brücke ist an allem schuld", betont Hanke. Erst bei genauerem Hinsehen habe sich herausgestellt, dass der Zustand des Bauwerks schlimmer als erwartet und die Brücke sogar einsturzgefährdet war. Das mache eine aufwendigere Sanierung nötig und erkläre die längere Bauzeit, sagt der Direktor des LFS. "Wenn es die Witterung zulässt, können wir die Arbeiten im April 2008 abschließen", betont Hanke. Bis dahin müssen die Autofahrer am Dreieck Nonnweiler weiterhin mit Behinderungen rechnen. Immerhin: Seit Dienstagnachmittag ist auf der A 1 aus Saarbrücken kommend die Ausfahrt Otzenhausen wieder geöffnet. Bereits im Sommer hatte der LFS diese Anschlussstelle kurzfristig für den Verkehr freigegeben, dies jedoch schnell wieder rückgängig gemacht. Der Grund: "Von der Polizei wurden ein halbes Dutzend Geisterfahrer erfasst, die dort falsch auf die Autobahn aufgefahren sind", informiert Hanke. Zwar sei glücklicherweise in allen Fällen nichts passiert. Man habe die Ausfahrt aber sofort wieder geschlossen. Nach längerer Planung hat der LFS jetzt die Verkehrsführung so geändert und baulich umgestaltet, "dass die Autofahrer zwangsweise auf die A 62 Richtung Pirmasens geführt werden. Nach menschlichem Ermessen kann man jetzt nicht mehr falsch fahren. Wir haben aber zusätzlich noch Warnschilder aufgestellt", so Hanke.Entschärft sich in diesem Bereich also die Situation, so stellt an anderer Stelle eine neue Baustelle viele Autofahrer vor eine zusätzliche Geduldsprobe. Ausgerechnet auf der Landesstraße 147 zwischen Otzenhausen und Nonnweiler - der Umleitungsstrecke von der A 62 auf die A 1 Richtung Saarbrücken - wird seit kurzem die Fahrbahndecke erneuert und der Verkehr durch eine Ampel geregelt. "Dass die Arbeiten zeitgleich stattfinden, ist sicher nicht ideal", räumt Hanke ein. Mit der Sanierung der L 147 habe man aber nicht mehr länger warten können. "Da war Gefahr im Verzug. Der Zustand auf diesem Straßenstück war so schlecht, dass wir dringend handeln mussten", sagt der Direktor des LFS. Er geht davon aus, dass diese Baustelle Ende des Monats abgebaut werden kann.

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