Könener erwarten ab 2014 neue Bauherren

Könener erwarten ab 2014 neue Bauherren

Der Ortsbeirat von Konz-Könen hat einen Satzungsbeschluss für das Neubaugebiet Pferdsgarten gefällt. Im Frühjahr 2013 soll die Erschließung der 88 Grundstücke am Saarufer beginnen. 2014 könnten dann die Bauherren anrücken. Manchem ist das zu spät.

Konz-Könen. Nach elf Jahren (siehe Extra), die das Baugebiet Pferdsgarten im Konzer Stadtteil Könen schon im Gespräch ist, ist die Ungeduld der Bürger groß. Zur Ortsbeiratssitzung sind etwa ein Dutzend Zuhörer gekommen. Einer von ihnen ist Franz Maximini: "Ich hätte jetzt endlich gerne eine Auskunft, wann definitiv die Bagger anrollen", sagt er während der Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung. "Das wird immer weiter verschoben, und die Häuser werden jedes Jahr 15 000 bis 20 000 Euro teurer."
Die Antwort kommt von Ortsvorsteher Detlef Müller-Greis: Am Donnerstag, 20. Dezember, stimmt der Konzer Stadtrat über die Planung ab. Eine Mehrheit ist zu erwarten; in der Vergangenheit hatten nur die Grünen gegen das Baugebiet gestimmt. Im Januar oder Februar steht dann die Entscheidung über den städtischen Haushalt und damit über die Finanzierung der Erschließungskosten von insgesamt 7,5 Millionen Euro an. Ab April oder Mai 2013 könne dann die Erschließung beginnen, sagt Müller-Greis. "Die Bauherren können wahrscheinlich im Frühjahr 2014 loslegen."
19 Beschlüsse zum Baugebiet


Die Antwort auf Franz Maximinis Frage bleibt Müller-Greis Fragesteller Maximini anderthalb Stunden lang schuldig. Zunächst wartet er 19 Einzelbeschlüsse zum Baugebiet ab.
Christian Hemkendreis vom Planungsbüro B.K.S. aus Trier erklärt jede Anmerkung bis ins Detail. Er geht unter anderem ausführlich auf die Stellungnahme von der Grünen ein. Deren Kritik: Das Baugebiet sei unattraktiv, teuer und schwer an den Mann zu bringen, weil zum Beispiel eine Unterkellerung wegen der Nähe zur Saar nicht möglich sei.
Hemkendreis argumentiert dagegen: Die Grundstücke seien nicht unattraktiv. Es dürften Keller gebaut werden, wenn auch wegen der Nähe zum Überschwemmungsbereich zum Teil nur unter strengen Auflagen. Außerdem gebe es für die 88 Baugrundstücke schon 75 unverbindliche Interessenbekundungen bei der Verwaltung, sagt Alexander Queins, Ansprechpartner für das Baugebiet ist.
Queins empfiehlt jedem Interessenten, ein Bodengutachten für sein Grundstück einzuholen. Außerdem räumt er die Bedenken wegen möglichen Spekulationsgeschäften aus: "Jeder, der auf dem Gelände ein Grundstück kauft, hat die Verpflichtung, auch zu bauen." cmkExtra

Erste Überlegungen zu einem Baugebiet in Konz-Könen gab es 2001, die erste Variante lag 2003 vor, seit 2005 laufen die aktuellen Planungen. 2006 hat der Ortsbeirat einen Grundsatzbeschluss gefällt. 2009 wurde erstmals die Öffentlichkeit beteiligt. Die Einwände und Anmerkungen wurden in die aktuelle Planung genauso eingearbeitet wie die aus dem Offenlageverfahren vom 9. Oktober bis zum 9. November. cmk

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