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Kolpingfamilien treffen sich in Kell

Kolpingfamilien treffen sich in Kell

Mehr als 100 Delegierte aus dem gesamten Bistum Trier sind am Samstag in Kell zur Diözesanversammlung des Kolpingwerks zusammengekommen. Wichtigstes Thema: die Gründung einer Stiftung Jugendwohnen im Warsberger Hof in Trier.

Kell am See/Trier. Die Vertreter der Kolpingfamilien und der Bezirksverbände im Bistum Trier haben bei ihrem Treffen in Kell eine neue Stiftung auf den Weg gebracht. Ihr hautsächliches Ziel ist laut Satzung, die vielfältige Arbeit des Kolpingwerks (siehe Extra) dauerhaft zu sichern. Insbesondere gemeint sind die "Arbeit mit und für junge Menschen, das Engagement in der Arbeitswelt, mit und für die Familie und für die Eine-Welt". Etliche Delegierte hatten vorab ihren Beitrag zum Erfolg der Stiftung geleistet, deren 25 000 Euro Grundstockvermögen nicht angetastet werden darf. Der Vorsitzende Andreas Heinrich überreichte Urkunden an alle Stifter. Jeder erhielt als Dankeschön einen "Gründling", eine Zuckerhutfichte, die auch an ungünstigen Standorten alt werden kann. Weitere "Zustiftungen" und Spenden sind laut Heinrich jederzeit möglich: "Jeder Euro ist willkommen." Andreas Finke, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft Kolping Jugendwohnen, stellte das neue Konzept für das Kolpinghaus Trier in der Dietrichstraße vor. Dem bisherigen Mieter Bürgerservice sei gekündigt, so dass die Gesellschaft Jugendwohnen ab April Mieter des künftig wieder als "Warsberger Hof" firmierenden Hauses sei.
Die Gesellschaft hat laut Finke seit 2009 drei "konzeptionell und betriebswirtschaftlich" kränkelnde Kolping-Wohnheime übernommen. Das Trierer Haus soll sich von einem Jugendgästehaus wieder in Richtung Jugendwohnen profilieren. Konkret vorgesehen sind: Umbenennung der Restaurants, Änderung der Öffnungszeiten, Renovierung von Casino und Wohnräumen, eine Lichtinstallation im Torbogen und die Umgestaltung des bisher als Parkplatz genutzten Innenhofs. Außerdem schweben Finke "kulinarische Aktionstage" vor sowie die Ausweitung des Tagungsangebotes und die Entwicklung zu einem Familientreffpunkt. urs
Extra

Der katholische Theologe Adolph Kolping (1813 bis 1865), entwickelte aus dem Katholische Gesellenverein von 1846 das Kolpingwerk. Die ursprünglich nur Handwerksgesellen betreuende Bildungs- und Aktionsgemeinschaft katholischer Laien hat sich zum Internationalen Kolpingwerk mit weltweit etwa 450 000 Mitgliedern in mehr als 60 Ländern und 5800 Kolpingfamilien entwickelt. Gruppen vor Ort sind in Diözesan- und Nationalverbänden zusammengefasst. Das Kolpingwerk Deutschland ist Träger von bundesweit etwa 40, teils ehrenamtlich geführten, Jugendwohnheimen. Um Engagierte vor Ort zu entlasten, begründete sich 2009 in Köln die Kolping Jugendwohnen Gesellschaft. urs