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Kommentar: Hebammenzentrale in Trier ist für weitere drei Jahre sicher

Kommentar : Gute Arbeit, die Zentrale wird weiter gebraucht!

Die Hebammenzentrale hat vor drei Jahren ihre Arbeit aufgenommen und ist zu einer unverzichtbaren Institution geworden. Davon ist TV-Redakteur Christian Kremer überzeugt.

Junge Eltern haben viele Fragen und Probleme. Vor allem beim ersten Kind sind Hebammen wichtig für die Familien. Vor, während und nach der Geburt leisten sie wertvolle Arbeit. Sie helfen den Müttern zu verstehen, was in ihrem Körper vor sich geht und geben den Eltern Sicherheit im Umgang mit dem Neugeborenen. Egal, ob es um Geburtsschäden, Ernährung oder den Umgang mit schwierigen (Schrei-)Kindern geht. Eltern finden Hilfe bei der Hebamme. Aber: Wie in so vielen sozialen und medizinischen Berufen sind die Fachkräfte rar. Das liegt an der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen. Im Ergebnis finden seit vielen Jahren etliche Eltern keine Hebamme, die sie durch diese gleichzeitig schöne wie schwierige Anfangsphase begleitet. Dieser Hebammenmangel ist seit Jahren bekannt.

Deshalb haben der Kreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier die Hebammenzentrale entwickelt. Sie soll den Hebammenmangel in der Region ein wenig abfedern. Seit drei Jahren funktioniert das nun. Die Bilanz der beiden Mitarbeiterinnen kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Sie haben inzwischen Hunderten Eltern helfen können. Der Nutzen der Zentrale – auch in Bezug auf die Vernetzung der Hebammen in der Region untereinander – ist riesig. Die Kosten für die Kommunen und den Kreis sind im Vergleich zu etlichen anderen Ausgaben hingegen überschaubar. Genau deshalb sollten Stadt, Kreis und Land diese Zentrale zur dauerhaften Institution machen. Eine Befristung des Projekts ist nicht sinnvoll. Gerade in Bezug auf die Vermittlung freier Kapazitäten bleibt die Hebammenzentrale unabhängig von der Zahl der Hebammen wichtig. Deshalb bleibt hier nur eine Richtung: Geld freigeben und weiter so!

c.kremer@volksfreund.de