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Kommentar zu neuem Busnetz ab 1. September im Hochwald

Kommentar : Nachjustiert wird wohl nur, wenn sich mehr Betroffene melden

Was für viele Menschen im Hochwald und Ruwertal als deutliche Verbesserung der Busanbindung geplant ist, geht im Fall der Familie Schneider aus Waldweiler nach hinten los. Deren Ärger ist sehr gut nachzuvollziehen.

Schließlich klappte es mit der Busfahrt zur Schule für den Sohn bislang problemlos. Und nun soll der Schulweg plötzlich – auch noch mitten in der ersten Woche nach den Sommerferien – mit ungewohnten Abfahrzeiten, neuen Umstiegen und stundenlanger Warterei verbunden sein.

Dass hier vom Verkehrsverbund und den weiteren Verantwortlichen nachjustiert wird, scheint aber leider dennoch sehr unwahrscheinlich. Der VRT nennt hierfür durchaus nachvollziehbare Argumente: die Vorgaben im Schulgesetz, die freiwillige Entscheidung der Eltern für eine weiter entfernte Schule in Trier. Wer sich das neue Fahrplansystem mit Haupt- und Zubringerlinien anschaut, der erkennt zudem: Dreht man hier an einer Schraube, löst man leicht Verschiebungen im gesamten neuen Busnetz aus. Dass dies bei nur einem – bislang bekannten – Betroffenen nicht in Betracht gezogen wird, ist verständlich. Die Fahrten müssen ja zumindest ansatzweise in Relation zu den eingesetzten Ressourcen stehen.

Ob die angekündigten Verbesserungen für Hochwald und Ruwertal insgesamt halten, was der VRT verspricht, wird die Reaktion des Buskunden sicherlich in den ersten Wochen nach der Startphase zeigen. Für die Familie Schneider bleibt wahrscheinlich leider nur der schwache Trost, dass sich ihr Problem vielleicht mit Hilfe des Ortsbürgermeisters vor Ort individuell lösen lässt. Es sei denn, es melden sich noch weitere Betroffene mit Kritik. Dann könnte es womöglich wie beim Start der neuen Linien im Trierer Umland doch noch Nachjustierungen geben.

c.weber@volksfreund.de