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Kommentar zu Starkregen-Konzept für die VG Hermeskeil

Kommentar zu Starkregen-Konzept für die VG Hermeskeil : Das ist nicht nur eine Aufgabe für die VG

Was den Schutz vor Überschwemmungen in ihren Dörfern und in der Stadt Hermeskeil betrifft, war die Verbandsgemeinde schon an vielen Stellen aktiv. Man kann also keinesfalls sagen, dass sie auf das Thema erst jetzt nach der Flutkatastrophe in der Eifel aufmerksam geworden ist.

Dennoch ist es natürlich wichtig und vernünftig, dass sie nun alle bisherigen Projekte in ein übergreifendes Konzept gießen will, das auch die jüngsten Ereignisse im Blick hat. Denn die Gefahren durch Starkregen sind auch in den Höhen des Hochwalds nicht zu vernachlässigen.

Wer jetzt aber auf einen schnellen umfassenden Schutz hofft, der sollte sich im Klaren darüber sein, dass es den vermutlich nicht geben wird. Klima-Experten sagen voraus, dass solche extremen Wettereignisse wie am 14. Juli in Zukunft immer häufiger auftauchen werden und sie betonen, dass solchen Wassermassen, wie sie etwa durch das Ahrtal geströmt sind, kein noch so guter Hochwasserschutz standgehalten hätte. Was kann ein Vorsorgekonzept wie das geplante also leisten? Es kann dabei helfen, die am meisten gefährdeten Gebiete herauszuarbeiten und dort bessere Vorkehrungen zu treffen. Und es kann dabei helfen, eine die zu beteiligende Bevölkerung nachhaltig für das Thema zu sensibilisieren, damit jeder einen Beitrag leistet. Das können kleine Schutzmaßnahmen am eigenen Grundstück sein, aber auch alles, was dem Klimaschutz dient und die Ursache der Wetterextreme abmildert. Ohne die Unterstützung von Hauseigentümern, Dorfgemeinschaften, Waldbesitzern und Landwirten wird die Verbandsgemeinde diese Aufgabe nicht stemmen können.

c.weber@volksfreund.de