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Kommentar zum Tourismus-Neustart in Hunsrück und Hochwald 2021

Kommentar zum Tourismus-Neustart : Bitte nicht an den Gastgebern auslassen!

Die Tourismus-Branche hat wahrlich genug unter der Pandemie gelitten und hat nicht auch noch das Gemecker der Urlauber über Corona-Regeln verdient.

Dass es größtenteils viele Touristen in den Hunsrück zieht, ist eine gute Nachricht. Allerdings ist es wirklich nicht schön zu hören, wenn Gäste ihren Frust über die Corona-Regeln an den Gastgebern auslassen, und zwar so sehr, dass diesen der Saisonstart gar keinen Spaß macht.

Haben diese Menschen denn allen Anstand verloren? Natürlich würde man gerne auf dem Campingplatz ohne Maske auf die Toilette gehen. Natürlich wäre es schön, wenn nicht überall Desinfektionsmittelspender stehen müssten. Natürlich wäre für die Meisten ein Händedruck zur Begrüßung angenehmer als ein Nicken mit Abstand. Aber wir sind immer noch mitten in einer Pandemie. Da geht es eben nicht anders.

Die Letzten, die daran „schuld“ sind, sind die Gastgeber. Sie haben monatelang ausgeharrt, meist ohne Einnahmen zu haben, ohne einen Lichtblick, wann die Branche wieder öffnen kann – und das, nachdem sie auch im vergangenen Jahr bereits eine lange Schließung auf sich nehmen mussten. Wie wäre es denn damit, da etwas Verständnis statt Gemecker zu zeigen? Ein Lächeln tut auch gut, wenn man es nur an den Augen sieht. Und ein paar dankbare Worte sowieso.

Wenn sich jemand beschweren könnte, dann die Hoteliers, Ferienwohnungsbesitzer und Campingplatzbetreiber. Sie müssen so viele Regeln beachten, um überhaupt Urlaub möglich machen zu können. Außerdem müssen sie irgendwie den monatelangen Ausfall kompensieren, und ständig sitzt die Angst im Nacken, dass es zu einer erneuten Zwangsschließung kommen könnte. Da ist es doch wirklich nicht zu viel verlangt, dass sich Touristen eine Maske aufsetzen, die Hände waschen und Abstand halten. Und das nicht mit Gemecker, sondern mit ein bisschen Freundlichkeit.

v.koeniger@volksfreund.de