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Kommentar zur Zahl von Förderschülern in der Region Trier

Meinung : Wir brauchen mehr Geld für die Bildung unserer Kinder

Kindergärten und Schulen kämpfen seit Jahren mit Lehrer- und Fachkräftemangel. Zum Teil leidet darunter die schulische und auch die frühkindliche Bildung.

Gleichzeitig ermöglichen Früherkennungssysteme in Kitas und Untersuchungen in Gesundheitsämtern, dass Förderbedarf früh festgestellt wird. Die Schulen müssen den steigenden Bedarf abdecken. Bei idealer Besetzung würde das derzeitige System vielleicht bestens funktionieren. Die Personaltableaus – nicht nur im sonderpädagogischen Bereich – sind jedoch oft auf Kante genäht. Aus dem Ideal wird ein permanentes Provisorium. Um an Schwerpunktschulen die Wochenstunden für Sonderpädagogen hoch genug zu halten, wird mehr Kindern sonderpädagogischer Bedarf zugesprochen. Voraussetzung für ein funktionierendes System ist ein grundsätzliches Umdenken. Erst wenn die Politik Berufe im erzieherischen, sonder- sowie sozialpädagogischen Bereich attraktiver und die Personalschlüssel großzügiger gestaltet, können Lücken geschlossen und Kinder individueller gefördert werden. Vielleicht bekommen dann irgendwann sogar alle Schulen weitere Kräfte gestellt. Doch dafür muss die Politik mehr Geld in Bildung stecken. Und da hapert es immer noch enorm. Anteilig am Bruttoinlandsprodukt gibt Deutschland laut aktuellen Zahlen immer noch viel weniger als andere Länder dafür aus.

c.kremer@volksfreund.de