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Kommlinger wollen ihr Dorf entwickeln

Kommlinger wollen ihr Dorf entwickeln

Der Ortsbeirat Kommlingen hat sich über die Möglichkeiten einer Dorferneuerung erkundigt. Architektin Rosa Vollmuth gab den Ratsmitgliedern einen Einblick in verschiedene Konzepte.

Konz-Kommlingen. "Jede Gemeinde braucht ein eigenes Konzept und hat eigene Bedingungen", sagt Rosa Vollmuth vom Planungsbüro Vollmuth. Die Architektin hat schon mehrere Gemeinden bei der Dorferneuerung beraten und verschiedene Projekte umgesetzt. Auf der Sitzung des Ortsbeirates Kommlingen informierte sie nun Ortsvorsteher Lorenzo Mastrocesare und die Ratsmitglieder, welche Möglichkeiten es bei der Umsetzung und Finanzierung durch Fördermittel gibt. In Kommlingen konnten einige Ideen wie die Erneuerung des Kirchenvorplatzes noch nicht umgesetzt werden. Bei einer Dorferneuerung sei es wichtig, vorher alle Anlieger zu Gesprächen an einen Tisch zu bringen und mögliche Konflikte wie Wegerechte abzuklären. "Dorfentwicklung heißt auch: Beratung von Privatpersonen, um das Optimum aus ihrem Grundstück herauszuholen", erklärte Vollmuth, die Beispiele aus anderen Gemeinden zeigte, in denen die Dorferneuerung erfolgreich umgesetzt wurde. Dazu zählt auch die Sanierung von ortsbildprägenden Altbauten, die unter bestimmten Bedingungen gefördert werden kann. Als ortsbildprägend gelten alle Häuser, die vor 1945 erbaut wurden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, große, leerstehende Häuser in mehrere Wohnbereiche aufzuteilen. Auch in Neubaugebieten kann man regionaltypisch bauen und so Neubürger mit in die Umsetzung der Konzepte eingliedern.
Ortsvorsteher Lorenzo Mastrocesare glaubt an die Idee einer Dorferneuerung. "Man sieht, was man alles erreichen kann. Wenn man ein paar Leute dazu bewegt mitzumachen, ist das schon eine Bereicherung für ein Dorf". mwi