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Kommunalwahl 2019 Verbandsgemeinderat Konz CDU stärkste Partei, Grüne haben größte Gewinne

Wahl des Verbandsgemeinderats Konz : CDU bleibt trotz Verlusten stärkste Partei

Im neuen Verbandsgemeinderat Konz sind sieben Parteien vertreten: CDU, SPD, Grüne, FWG und FDP haben es wieder geschafft, AfD und Linke sind neu dabei.

Die Auszählung der Verbandsgemeinderatswahl dauert länger als erwartet. Während 28 von 29 Stimmbezirken schon um 17 Uhr ihre Endergebnisse ans Konzer Rathaus gemeldet haben, fehlen noch die Zahlen aus Oberemmel. Doch um 19.20 Uhr bringen die Wahlhelfer auch den USB-Stick aus der FWG-Hochburg nach Konz und wirbeln noch einmal ein wenig durcheinander. Die Wahlbeteiligung liegt bei 62,1 Prozent.

Trotzdem ist der Bundestrend bei der Europawahl auch auf kommunaler Ebene zu spüren: Bei der Wahl des Verbandsgemeinderats Konz gewinnen die Grünen mit 17,5 Prozent sieben Mandate (+6,8 Prozent, +3 Sitze im Vergleich zu 2014). Die CDU verliert hingegen und kommt noch auf 15 Sitze und 35,2 Prozent (-5,3 Prozent/-1 Sitz). Trotzdem stellt die Union weiterhin die stärkste Fraktion. Die SPD gewinnt noch acht Mandate und 20,5 Prozent (-4,5 Prozent/-2 Sitze). Zusammen mit der FWG (14,6 Prozent/6 Sitze), die 4,6 Prozent und ebenfalls zwei Sitze einbüßt, sind die Sozialdemokraten die Wahlverlierer auf VG-Ebene. Von der FDP sind weiterhin zwei Vertreter in dem Gremium mit 5,9 Prozent (+1,3 Prozent). Hinzu kommen zwei neue Parteien mit jeweils einem Platz im Rat: die AfD (3,5 Prozent) und die Linke (2,6 Prozent).

Waren bisher nur fünf Gruppierungen vertreten, sind es nach der Wahl sieben. Die Mehrheitsverhältnisse werden aber kaum beeinflusst. Denn das Gremium hat insgesamt 40 Mitglieder. Der bürgerliche Block aus CDU, FWG und FDP, der bisher alle Entscheidungen dominieren konnte, kommt zusammen immer noch auf 23 Sitze. Seine Mehrheit von 26 Sitzen ist dahingeschmolzen, aber noch vorhanden.

Das linke Lager aus SPD und  Bündnis 90/Die Grünen hat nun zusammen 15 Sitze. Das ist trotz der großen Gewinne der Grünen nur ein Sitz mehr als in der vorangegangenen Legislaturperiode. Die politischen Entscheidungen haben beide Lager ohnehin oft einstimmig oder mehrheitlich gefällt. Harte Oppositionspolitik gab es bisher im Verbandsgemeinderat nur selten.

Ob sich das durch die beiden Einzelkämpfer ändert, wird sich herausstellen. Die AfD und die Linken sind zurzeit eine unberechenbare Größe, aber Fraktionsstatus haben beide nicht erreicht. Dazu hätten sie zwei Sitze im Verbandsgemeinderat erobern müssen.

Voraussichtliche Mitglieder des Verbandsgemeinderats:

CDU: 1. Bernhard Henter (war auf Listenplatz 1 gesetzt), 2. Josef Weirich (2), 3. Thomas Müller (12), 4. Bernhard Marx (15), 5. Franziska Hennen (3), 6. Walter Bamberg (23), 7. Rainer Schons (5), 8. Gisela Kirchen (24), 9. Silke Engel (6), 10. Lutwin Ollinger (4), 11. Herbert Rausch (14), 12. Markus Steier (20), 13. Lotta Oittinen (8), 14. Andreas Koltes (25), 15. Peter-Leo Hein (18).

SPD: 1. Lothar Rommelfanger (6), 2. Yvonne Mich (4), 3. Helmut Ayl (3), 4. Peter Lauterborn (1), 5. Ines Krienke (2), 6. Jens Tossing (16), 7. Achim Komes (10), 8. Herbert Schneider (5).

Bündis 90/Die Grünen: 1. Tanja  Biesdorf (1), 2. Safak Karacam (4), 3. Laura Malburg (5), 4. Marie-Ann  Fleischmann (3), 5.  Karl-Georg Schroll (2), 6. Wolfgang Hertel (6), 7. Petra Wiwie (7).

FWG: 1. Dieter Klever (1), 2. Hermann-Josef Momper (4), 3. Detlef Müller-Greis (2), 4. Fabian Benzkirch (6), 5. Hans Dostert (5), 6.  Gerhard Stempien (8).

FDP: 1. Jürgen Thelen (1), 2. Franz Görtz (2).

AfD: Christiane Junk-Kornbrust (1).

 VG Konz
VG Konz Foto: TV/Schramm, Johannes

Die Linke: Anja Rosche (2).