Fahrbahn, Parkplätze, Gehweg Der Rest der Konzer Brückenstraße wird saniert – und das sind die Pläne
Konz · Nach dem Bauausschuss muss nun der Konzer Stadtrat über die Pläne beraten. Bürgermeister Weber erklärt zur Brückenstraße: „Gewollt ist ein Kompromiss.“
Im unteren Abschnitt der Brückenstraße zwischen „Am Markt“ und Bahnhofstraße soll nun zügig zur Erneuerung und Umgestaltung geschritten werden. Auf dem oberen Teil der Brückenstraße in Richtung Saarstraße ist dieses Kapitel längst abgeschlossen. Voraussichtlich schon in seiner nächsten Sitzung wird der Konzer Stadtrat den entsprechenden Beschluss fassen.
Doch zunächst hatte sich in jüngster Sitzung der Konzer Bauausschuss mit der Brückenstraße befasst. Dabei stellte das beauftragte Büro Boxleitner seine soeben abgeschlossene Planung vor. Der Präsentation durch Bauingenieurin Carolina Weber schickte Bürgermeister Joachim Weber einige Erklärungen zu Ziel und Zweck der Maßnahme voraus.
Weber: „Gewollt ist ein Kompromiss zwischen ausreichenden Anwohnerparkplätzen und genügend Grünflächen.“ Wegen der Förderung aus dem Programm „Aktive Stadt“ müsse der Ausbau so schnell wie möglich in Angriff genommen und im Sommer 2024 abgeschlossen sein. Ausschreibung, Vergabe und Baubeginn seien daher im dritten Quartal 2023 geplant. Ziel der Maßnahme sei es, im Sinne des Förderprogramms die sichere Führung der Fußgänger sowie ausreichend Parkraum und Grünflächen zu gewährleisten. Die bisher geltenden Einbahnregelungen ab Einmündung „Am Markt“ würden beibehalten.
Wie sich diesen Ziele planerisch erreichen lassen, stellte Bauingenieurin Weber vor. Heute ist der betroffene Abschnitt bis zur Bahnhofstraße in einem traurigen Zustand. Die gepflasterte Fahrbahn weist tiefe Spurrillen auf. Stählerne Kontrollöffnungen von Versorgungsleitungen ragen daraus frei hervor. Der Baumbestand hat sich nach 30 Jahren kaum entwickelt. Hier muss der Untergrund durchlässiger werden für mehr Luft und mehr Regenwasser. Laut Planung soll die neue, 3,75 Meter breite Fahrbahn eine Deck- und eine Tragschicht aus Asphalt erhalten. Darunter folgen eine Frostschutzschicht und nochmals 40 Zentimeter Untergrundverstärkung aus Gesteinskörnung. Diese soll erneutes Absenken und Spurrillenbildung verhindern.
In Richtung Bahnhofstraße gesehen wird die Fahrbahn rechts eng über einen 50 Zentimeter breiten Streifen mit Rinne an den Häusern entlanggeführt. Auf der Gegenseite entsteht neben der Fahrbahn ein zwei Meter breiter, gepflasterter Parkstreifen und daneben ein ebenso gepflasterter Gehweg. Alle dort vorhandenen Bäume sollen erhalten bleiben. Die Zufahrt zu Garagen wird durch entsprechenden Platz auf der Gegenseite berücksichtigt. Allerdings soll sich die Zahl der Außenstellplätze von heute 27 auf 22 verringern. In der Planung vorgesehen, aber noch beschlussmäßig für den Stadtrat zurückgestellt, ist eine größere Grünfläche im städtischen Eigentum an der Einmündung „Am Markt“. Noch hat sie die Stadt an Privathand verpachtet, aber die Boxleitner-Planung sieht dort eine öffentliche Grünfläche mit zwei Bänken vor.
Anschließen hatten einige Ausschussmitglieder, insbesondere Laura Malburg (Grüne) noch einige Detailfragen an Boxleitner-Geschäftsführer Jan von Harten. Der Beschluss, die Planung an den Stadtrat weiter zu empfehlen, erfolgte einstimmig.