Meinung : Konz bleibt ein schwieriges Pflaster für den Handel

Warum die Entwicklung der Innenstadt von Konz so schwierig ist.

Die Konzer Innenstadt bleibt ein schwieriges Pflaster in Sachen Einzelhandel. Natürlich wollen alle Leben in die Stadt bringen: Verwaltung, Politiker und ganz bestimmt der Stadtmarketingverein. Doch die Voraussetzungen sind schwierig. Denn das Zentrum der Saar-Mosel-Stadt ist nicht gewachsen, sondern auf einer Industriebrache, dem ehemaligen Gelände der Firma Zettelmeyer, entstanden. Die entscheidenden Fehler wurden in den 1970er und 1980er Jahren gemacht.

Da ist beispielsweise der riesige Marktplatz. Voll ist der Platz nur, wenn das Konzer Heimat- und Weinfest ansteht. Ansonsten bleibt er meist unbevölkert. Das liegt auch an dem Umfeld. Dort sind zwar auch Geschäfte und gastronomische Angebote zu finden, aber den meisten Platz nehmen Wohnhäuser, ein Verwaltungsgebäude und eine Bank ein – nicht unbedingt Publikumsmagneten. Ähnliches gilt für den Saar-Mosel-Platz und die Schillerarkaden. Es fehlen die Attraktionen.

Deshalb spiegelt das Einzelhandelskonzept realistisch die Situation in der Innenstadt wider. Die Konzer müssen in Sachen Innenstadtentwicklung wohl weiter bescheiden bleiben – wie beispielsweise bei der Ansiedlung eines Discounters samt Drogeriemarkt im ehemaligen Vollversorger von Rewe. Da ist es richtig, im Kampf gegen Leerstände auf Gründer und eigentümergeführte Läden zu setzen, statt auf die Ansiedlung großer Handelsketten zu hoffen.

c.kremer@volksfreund.de