Konz mischt mit

Unter dem Motto "Misch mit!" veranstaltet das Interkulturelle Netzwerk Konz vom 29. September bis 3. Oktober die erste interkulturelle Woche. Bei den Veranstaltungen steht das Kennenlernen der fremden Kulturen im Mittelpunkt.

Konz. Die Stadt ist Heimat von Menschen aus über 100 Nationen verschiedenster Kulturen. Bei so viel Gegensätzen gilt es Ängste wie Vorurteile abzubauen. Mit der ersten Interkulturellen Woche macht das seit Februar bestehende Interkulturelle Netzwerk Konz - bei dem sich zahlreiche kulturelle Vereine und Organisationen beteiligen - einen großen Schritt, diese Barrieren aufzubrechen.

Schwerpunkte der Begegnungswoche sind die türkische und die russische Kultur. "Wir haben das so ausgewählt, weil dies die zwei Hauptimmigrationsgruppen in Konz sind", erläutert Thomas Zuche vom Jugendmigrationsdienst Trier und Mitorganisator.

Start in die Woche ist ein russischer Nachmittag am 26. September, den der russische Kulturverein Konz im evangelischen Gemeindesaal in Konz-Karthaus organisiert. Familien mit ihren Kindern erwarten von 15 bis 18 Uhr Tänze, Gedichte und Spiele. Am 28. September (19 Uhr) gibt es einen Diskussionsabend im Kloster Karthaus mit dem Thema "Die Heimat im Gepäck". An diesem Abend erzählen Olga Jacobi aus Russland, Gamte Michels aus der Türkei und Sandra Gomes Nauheimer aus Brasilien von ihren Erfahrungen, wie sie aus ihrer Heimat nach Konz gekommen sind. Dabei stehen die Fragen "Warum kommen Menschen aus anderen Ländern nach Konz? Wo sehen sie ihre Heimat?" im Zentrum des Abends.

Mit einem multikulturellen Nachmittag am 30. September möchten die interkulturellen Fachkräfte der Konzer Kindertagesstätten im katholischen Pfarrheim St. Nikolaus die Eltern ihrer Schützlinge mit Theaterstücken und Musik zusammenbringen. Kinder von sechs bis zwölf Jahren können am 2. Oktober von 15.30 bis 17.30 Uhr beim Lese-Nachmittag "Märchen aus aller Welt" in der Stadtbibliothek Lesezeichen basteln. Daneben steht der Tag im Zeichen von Märchen verschiedenster Kulturen.

Beim "Tag der offenen Moschee" am 3. Oktober gibt es ein aufgelockertes Kennenlernen in der Moschee. "Die Moschee steht jederzeit offen", betont Terhit Yilmaz von der türkisch-islamischen Union Konz. Deren Mitglieder geben Auskunft über den Islam, muslimische Traditionen und über alles rund um das Gebet in der Moschee und was Imam Osman Çolak beispielsweise in seiner Ansprache verkündet. Hier endet der Abend mit Spezialitäten der türkischen Küche und einem gemeinsamen Gebet. "Aber daran arbeiten wir noch", ist Zuche optimistisch. Gegenseitiges Verstehen ist harte Arbeit. Auch das zeigt das Programm der ersten interkulturellen Woche. Aber: Konz will mitmischen!