1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Konz: Rat will Klimamanager und Katzen-Kastration

VG-Rat Konz beschließt Haushalt : Stabile Ticketpreise fürs Saar-Mosel-Bad

Einstimmig hat der Rat der Verbandsgemeinde Konz hat den Etat 2021 beschlossen.

Darauf, keine großen Reden zum Haushaltsplan 2021 zu halten, hatte sich der Rat der Verbandsgemeinde Konz schon vorab geeinigt. Coronabedingt beschränkten sich die Redner auf ein kurzes „Ja“ und die Nennung der für sie wichtigen Schwerpunkte. Neu war lediglich der Wunsch der Grünen-Fraktion, die Position einer Klimamanagerin in den Stellenplan der Verbandsgemeinde aufzunehmen (siehe Info).

Wie schon vom zuständigen Ausschuss vorgeschlagen, verabschiedete der Rat den Haushaltsplan der Verbandsgemeinde Konz für die vier Betriebszweige Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Schwimmbad und Energie. Wichtigste Auswirkung für die Verbraucher: Die Preise für Trinkwasser und die Schmutzwasserbeseitigung bleiben stabil.

Ein Termin für die Wiedereröffnung des Schwimmbads nach der coronabedingten Schließung kann zwar noch nicht genannt werden. VG-Pressesprecher Michael Naunheim betonte allerdings: „Eine Erhöhung der Eintrittspreise für das Saar-Mosel-Bad ist für das Jahr 2021 nicht geplant.“

Der Bereich Energie, in dem die VG-eigene Energieerzeugung – zum Beispiel durch Fotovoltaikanlagen auf eigenen Gebäuden oder der Betrieb des Blockheizkraftwerks für das Schulzentrum und die Schwimmhalle – zusammengefasst ist, erhält zusätzlich noch den Auftrag, sich um die kommunalen Datennetze zu kümmern.

„Alles in allem entsprechenden die Ergebnisse des Jahresabschlusses 2019 für die VG-Werke fast punktgenau den Erwartungen aus dem Wirtschaftsplan“, bilanzierte VG-Bürgermeister Joachim Weber. Außerdem konnten die Schulden in allen Betriebsbereichen reduziert werden.

Der Haushaltsplan 2021 für die VG Konz war vorab in den Ausschüssen und Fraktionen ausführlich beraten worden. Die wichtigste Botschaft laut VG-Bürgermeister Weber: „Wir investieren weiter in Schulen, Jugend, Sport, die Feuerwehren und die Renaturierung der Gewässer.“ Für die Öffentlichkeit bedauerlich, entfiel der politische Schlagabtausch in der Sitzung, da man sich coronabedingt auf eine sehr kurze Redezeit geeinigt hatte. Daher auch hier die Aussagen der Fraktionen nur im Kurzform:

CDU Die Umlage für die Ortsgemeinden bleibe stabil, das schaffe Planungssicherheit. Die Einführung einer Ganztagsschule in Tawern scheine in greifbare Nähe gerückt zu sein.

SPD Dem Haushaltsplan inklusive des Stellenplans wird zugestimmt.

Grüne Dem Haushalt wird zugestimmt, aber ein kommunaler Ausgleich der strukturell defizitären Haushalte in der VG durch das Land eingefordert.

FWG Die Freien Wähler bedankten sich bei der Verwaltung, dass sie auch während der coronabedingten Einschränkungen gut gearbeitet habe. Dem Haushalt stimmen sie zu.

FDP Die Videokonferenzen als Ausweichmöglichkeit für Ausschusssitzungen hätten sich bewährt. Dem Haushalt und dem Stellenplan wird zugestimmt.

Alle Fraktionen sind auch prinzipiell mit der Schaffung der Stelle eines Klimamanagers einverstanden. Im Haupt- und Finanzausschuss soll über das genaue Stellenprofil beraten werden. Denn Einigkeit herrscht darüber, dass der Klimawandel auch kommunale Auswirkungen hat – beispielsweise in den Wäldern und für die Landwirtschaft. Um das Ziel „Klimaneutralität in Rheinland-Pfalz im Jahr 2050“ erreichen zu können, werden Stellen für Klimamanager durch ein Bundesprogramm für zwei Jahre gefördert.

Ebenfalls im Haupt- und Finanzausschuss wird der Antrag diskutiert, im Sinne eines grundlegenden Tierschutzkonzepts für Katzen das sogenannte „Paderborner Modell“ einzuführen. Danach werden alle Hauskatzen, die ins Freie gelassen werden, kastriert und per Tätowierung oder Mikrochip gekennzeichnet. Herrenlose und verwilderte Katzen verursachen dann nicht mehr eine unkontrollierte Vermehrung der beliebten Haustiere. Zugleich dürften Krankheiten und Verletzungen durch verwilderte Katzen zurückgehen. Zudem müssten weniger Vögel, Eidechsen und andere Tiere durch den Jagdtrieb der Tiere sterben . VG-Ratsmitglied Laura Malburg (Grüne): „Das Paderborner Modell ist nachhaltiger Tierschutz.“