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Konz wertet Stadtteil Karthaus auf

Konz wertet Stadtteil Karthaus auf

Die Bewohner von Konz-Kar thaus atmen auf, denn in ihrem Stadtteil tut sich etwas. Vom Platz neben dem Bahnhof ist die Ansammlung verrosteter und vergammelter Schrottautos verschwunden. Die Stadt richtet dort einen großen Parkplatz ein.

Stadtbürgermeister Karl-Heinz Frieden macht aus seiner Freude über die Entwicklung in und an der "Problemzone" Karthaus keinen Hehl: "Bei meinem Amtsantritt als Bürgermeister vor zwei Jahren habe ich mir vorgenommen, hier Ordnung zu schaffen und den Karthäuser Bürgern das Gefühl zu geben, dass die Stadt sie nicht vergessen hat, dass sie fester Bestandteil der Stadt Konz sind."

Künftig mehr Platz für Park-and-ride als in Trier



Zwei Jahre hat der Bürgermeister gebraucht, um sein Vorhaben Wirklichkeit werden zu lassen und mit der Umwandlung des zum Schrottplatz verkommenen Auto-Abstellplatzes eines Konzer Privatunternehmers in einen Parkplatz ein Signal zu setzen.

"Fünfzig plus x Autos sollen hier parken können - sowohl Fahrzeuge von Bahnreisenden als auch von Besuchern des Karthäuser Seniorenzentrums", sagt Frieden. Der Zugriff der Stadt Konz auf das Gelände wurde möglich, als der private Besitzer des Geländes den Pachtvertrag mit dem Schrotthändler nicht mehr verlängerte. Danach verhandelte er mit der Kommune über Pachtkonditionen und die Nutzung als Parkplatz.

Schließlich unterschrieb er den Vertrag mit seinem neuen Partner, der Stadt Konz. Dies hat Frieden mit Geduld und Zähigkeit erreicht: Schon kurz nach dem Abzug der Gammel-Karossen haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs begonnen, das Areal zu säubern - mit deutlich sichtbarem Erfolg.

Bürgermeister Frieden ist sicher, dass der Platz gut angenommen wird. Die Karthäuser begrüßen das Projekt ohnehin: Es wertet ihren Stadtteil auf - auch für Reisende, die von Trier ins Saarland unterwegs sind, ihr Auto in Konz-Kar thaus stehen lassen und ihre Bahnfahrt von dort aus antreten. So viel Park-and-ride-Möglichkeiten gibt es in Trier in Bahnhofsnähe nicht. Für die Stadt Konz entstehen keine großen Kosten.

95 Prozent des Geländes sind mit Natursteinpflaster aus Bahnzeiten bedeckt, aber überwuchert. Der Wildwuchs wird beseitigt, der Platz zunächst durch einen Bauzaun vom Bahngelände abgetrennt und schließlich als Parkplatz freigegeben.

"Jetzt fehlt nur noch eine Lösung für den immer mehr verkommenden Bahnhof Karthaus", sagt Bürgermeister Frieden.

Immerhin hat sich dort die Situation zwischen den Bahnsteigen verbessert. Monatelang waren die Geländer an den Treppen von der Unterführung zu den verschiedenen Bahnsteigen kaputt (der TV berichtete). Diese hat die für den Bahsteig zuständige Deutsche Bahn AG nun reparieren lassen.