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Konzer Denkmalpfleger erhält Bundesverdienstkreuz

Konzer Denkmalpfleger erhält Bundesverdienstkreuz

Der Konzer Rudolf Molter hat in Mainz das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens erhalten. Der Chronist hat mehrere Dutzend heimatgeschichtlicher Schriften verfasst.

Mainz/Konz. (red) "Rudolf Molter hat die Geschichte seines Heimatkreises für die Menschen durch großes Engagement, anschauliche Beiträge und nachhaltige Ideen lebendig gemacht." Das erklärte Walter Schumacher, Kulturstaatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der gestern das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland dem in Konz lebenden Rudolf Molter übergeben hat.

Bereits beruflich sei Rudolf Molter stark mit der Denkmalpflege verbunden gewesen. Nach seiner Lehre als Bauzeichner habe er ein Hochbaustudium an der Fachhochschule in Trier absolviert.

Sowohl seine Tätigkeit bei Baurat Heinrich Otto Vogel als auch im Bischöflichen Generalvikariat - wo er Abteilungsleiter für die "Objektbetreuung Kirchengemeinden im Bistum Trier" gewesen sei - haben seine Sicht auf Bauwerke und den Umgang mit ihnen geprägt.

Sein berufliches Fachwissen habe Rudolf Molter unter anderem in seiner Tätigkeit als ehrenamtlicher Denkmalpfleger im Landkreis Trier-Saarburg eingebracht. In dieser Funktion sei er mit der Planung zahlreicher Plätze in Gemeinden des Kreises befasst sowie an der Planung vieler Brunnenanlagen, Kinderspielplätze oder Grünanlagen beteiligt gewesen.

"Auch das historische Engagement des Geehrten ist bemerkenswert. Mehrere Dutzend heimatgeschichtlicher Schriften hat er verfasst, mundartliche Vorträge gehalten und Familienarchive aufgebaut", sagt Schumacher. So habe er in mühsamer Kleinarbeit ein Verzeichnis der Flurnamen von Konz sowie eine Historie der Konzerbrück verfasst, über "200 Jahre Kirchenchor St. Nikolaus in Konz" geschrieben und ein historisches Kochbuch "Kochen wie vor 100 Jahren" herausgegeben. Sein großes Werk, die neue Chronik "Konz an Saar und Mosel", habe Molter zum 50-jährigen Stadtjubiläum vorgestellt.

Sein vielseitiges Wissen, das er sich als Historiker und Heimatforscher angeeignet hat, habe Molter an der örtlichen Volkshochschule in zahlreichen Vorträgen zu heimatgeschichtlichen Themen weitergegeben.

Speziell für Senioren der örtlichen Kirchengemeinde halte er seit nunmehr 20 Jahren Vorträge.

Darüber hinaus habe sich Rudolf Molter 33 Jahre lang in der Kommunalpolitik und als langjähriger Vorsitzender des örtlichen Kirchenchores und aktiver Sänger engagiert.

Kulturstaatssekretär Walter Schumacher: "Ich freue mich, Ihre vielseitigen Verdienste für das Gemeinwohl Ihrer Heimatgemeinde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande würdigen zu können. Auf Vorschlag von Ministerpräsident Kurt Beck hat der Bundespräsident Ihnen diese hohe Auszeichnung verliehen."