"Konzer Ei" soll Verkehrsprobleme lösen

"Konzer Ei" soll Verkehrsprobleme lösen

KONZ. Ein "Ei" soll nach dem Willen von Bürgermeister Winfried Manns und dem Rat der Stadt Konz – bei einer Gegenstimme – das Verkehrsproblem an der Einmündung der Konstantinstraße in die Granastraße lösen.

Der Kreisel mit seiner ungewöhnlichen Verkehrsführung soll die seit einiger Zeit bestehende, teils bizarr anmutende Verkehrslenkung durch gelbe Schwellen ablösen. Der neue Kreisel, dessen Mittelpunkt 110 Meter von der Mitte des benachbarten "Rütz-Kreisels" entfernt sein wird, "bedient" vor allem die Fahrzeuge, die, von der Granastraße kommend, in Richtung Polizeiwache, Feuerwehr, Tarkett und Bahn-Ausbesserungswerk und umgekehrt unterwegs sind. Nicht einfach zu benutzen

Trotz aller Erleichterung ist der Kreisel jedoch nicht einfach zu benutzen. Wer aus dem Bereich Polizeiwache kommt und in Richtung Stadtmitte fahren will, muss erst eine "Reise" rund um das "Konzer Ei" antreten, weil ein direktes Rechtsabbiegen in Richtung Querspange/Stadtmitte/Karthaus weder erlaubt noch möglich sein wird. Der insgesamt zur Verfügung stehende Bauraum ist für einen ausreichend großen Radius des Kreisels zu knapp bemessen. Nach Nordwesten wird er durch die Eisenbahn-Anlagen begrenzt, auf der gegenüber liegenden Seite stehen Wohn- und Geschäftshäuser so sehr "im Weg", dass die großen Fahrzeuge der Feuerwehr - Drehleiter und Rüstwagen - sich nach Auffassung der Planer festfahren würden. Noch größere Probleme hätte der meist mit Sattelschleppern abgewickelte Verkehr vom und zum "Tarkett"-Gelände. Von der neuen Lösung wird jedoch vor allem der Schwerlastverkehr profitieren, der, vom Lagerplatz des Bahn-Ausbesserungswerks kommend, nach rechts zur Querspange hin abbiegen will, um bei Möbel-Martin auf die Ortsumgehung zu gelangen. Die von der Bahn eingesetzten Sattelzüge transportieren bis zu 20 Meter lange Brückenteile und würden bei jeder anderen Lösung hoffnungslos stecken bleiben. Um besonders "wagemutige" Kapitäne der Landstraße von jedem Versuch abzuhalten, trotz Verbots direkt nach rechts in Richtung Karthaus abzubiegen, soll der eingezeichnete Fahrbahnteiler des aus Richtung Stadtmitte kommenden Granastraßen-Teils bis dicht an den Kreisverkehr heran verlängert werden. Ein weiterer Vorteil der neuen Verkehrsführung: Sie wird besonders den zwischen der Einmündung der Konstantinstraße und dem Kreisel vor der Saarbrücke gelegenen Teil der Granastraße entlasten, da sie dem Schwerlastverkehr eine direkte Zufahrt zum Industriegelände der "Tarkett" ermöglicht. Bisher verhinderten die Richtlinien für den Bau von Verkehrskreiseln die für das "Konzer Ei" vorgesehene Verkehrsregelung. Nachdem die Vorschriften geändert wurden, ist die geplante "Zwangsschleife" möglich. Mit welchen Hinweisschildern ortsfremde Fahrer auf die ungewöhnliche "Zwangsschleife" hingewiesen werden sollen, wird noch überlegt. Nachdem der Rat der Stadt zu diesem Konzept bei einer Gegenstimme sein Plazet gegeben hat, ist das Vorhaben reif für die Ausschreibung. Bürgermeister Manns versprach, dass das Projekt zügig realisiert werden soll. Derzeit werden die Pläne für die notwendigen Umleitungen entworfen.