Konzer Einkaufszentrum wird erweitert

Ein größeres Einkaufszentrum, eine meist transparente Fassade und mehr Flair für den Saar-Mosel-Platz: Die "Günther und Käthi Reh Stiftung" will den "Kaufland-Bau" erweitern und verschönern.

 Seit Jahren ist das Grundstück auf dem ehemaligen Zettelmeyer-Gelände unbebaut. Jetzt will ein privater Investor dort das Einkaufszentrum ausbauen. TV-Foto: Anke Pipke

Seit Jahren ist das Grundstück auf dem ehemaligen Zettelmeyer-Gelände unbebaut. Jetzt will ein privater Investor dort das Einkaufszentrum ausbauen. TV-Foto: Anke Pipke

Konz. "Es handelt sich um ein Projekt, das für die Konzer Stadtentwicklung ein Meilenstein ist", sagt Bürgermeister Karl-Heinz Frieden. Damit leitet er die Präsentation der Pläne von Hans-Jürgen Lichter, Geschäftsführer der "Günther und Käthi Reh Stiftung & CoKG", ein. Diese sehen eine Bebauung des Grundstücks am Kreisel "Blaue Säule", an der Ecke Grana-/Lessingstraße, in der Konzer Innenstadt vor. Mit einem Bau über dem Anlieferhof des Kauflands verbunden, soll sie eine Erweiterung des Saar-Mosel-Centers sein. Lichter spricht von einer zusätzlichen Gewerbefläche von etwa 5000 Quadratmetern auf drei Etagen.

Barrierefreier Zugang zum Parkdeck



Dort wäre Platz genug für große wie auch kleine Anbieter. Erste Gespräche mit Vertretern möglicher "Zugpferde" des neuen Center-Anbaus werden nach eigenen Angaben Lichters bereits geführt. Zu den Vorzeigemietern könnte nicht nur ein Elek tronikmarkt mit Vollsortiment gehören, sondern auch ein Möbelhaus mit Design-Angebot und hochwertigen Accessoires. "So könnte Konz als Standort mit großer Möbelauswahl gestärkt werden", sagt Lichter. Auch die Ansiedlung eines Drogeriemarkts würde in das Konzept passen.

Der neue Abschnitt soll durch den Überbau des Anlieferhofs zudem barrierefrei ans Parkdeck angeschlossen werden. Kleine Läden säumen den Weg. "Insgesamt sollen sich hier Anbieter ansiedeln, die es bislang in Konz nicht gibt", sagt Hans-Jürgen Lichter.

Wer mit dem Glasaufzug bis zur höchsten Etage fährt, gelangt laut Lichter ins zurückgesetzte Staffelgeschoss. Dort könnten beispielsweise Arztpraxen ein medizinisches Versorgungszentrum bilden.

Nicht nur der neue Bau wird das Konzer Stadtbild prägen. Lichter hat zudem vor, auch am bestehenden Kaufland-Komplex Hand anzulegen. Das ist deswegen möglich, weil das Einkaufscenter der TBV Vermögensverwaltung gehört. Auch hier steht Unternehmer Günther Reh dahinter.

Bessere Atmosphäre auf Saar-Mosel-Platz



Vor allem auf das äußere Erscheinungsbild hat es Lichter abgesehen. Bis zum Haupteingang des Kauflands soll in Zukunft vor allem eine größtenteils transparente, durchgängige Fassade und ein Arkadengang mit überdachtem Fußgängerweg eine wichtige Rolle spielen. "Wir wollen eine Marktplatz-Atmosphäre schaffen, in der sich die Gäste wohlfühlen und verweilen möchten", sagt Lichter.

Bürgermeister Karl-Heinz Frieden unterstützt ähnlich wie der städtische Bauausschuss das Vorhaben. "Das ist eine Chance, die Innenstadt belebter zu machen", sagt Frieden. Und durch die Umgestaltung der Fassade erfahre der Saar-Mosel-Platz eine Aufwertung. Damit könnten sich auch die Probleme mit Leerständen entschärfen, hofft Frieden.

Ähnlich sieht es auch Hiltrud Zock, Moderatorin der Konzer Stadtgespräche. Sie hat den Kontakt zur Stiftung geknüpft. Sie sieht in dem Projekt die Möglichkeit, "die bestehenden Geschäfte zu stärken". Denn das Potenzial liege im Miteinander. Große Geschäfte könnten eine Magnetwirkung haben, von der die bereits ansässigen Geschäfte profitieren.

Investor Lichter geht davon aus, dass "im besten Fall bereits mit einer Einweihung des Komplexes Ende 2011 gerechnet werden kann".

Meinung

Einen Versuch ist es wert

Die Pläne sind groß, die Erwartungen hoch. Was die "Günther und Käthi Reh Stiftung" in Konz umsetzen möchte, könnte dem Standortmarketing in der Saar-Mosel-Stadt neuen Auftrieb verleihen. Zumindest sollte der Bereich der angrenzenden Ladenpassagen belebter werden, die Leerstände in der Stadt könnten zurückgehen. Davon würden viele profitieren. Einen Versuch ist es allemal wert. a.pipke@volksfreund.de