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Krankenhaus Saarburg ist gewappnet für Coronavirus

Coronavirus : Das Saarburger Krankenhaus hat sich gewappnet

Noch musste kein Covid-19-Patient in der Saarburger Klinik behandelt werden. Für den Fall der Fälle hat sich das Haus vorbereitet und unter anderem eine Isolierstation eingerichtet.

Saarburg Rund 170 Menschen sind seit der Eröffnung am vergangenen Donnerstag in der Saarburger Fieberambulanz am Krankenhaus auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Testwilligen nimmt laut Matthias Gehlen, Verwaltungsdirektor der Klinik, seit Montag ab. Ob der Erreger von Covid-19 bei einem dieser Patienten gefunden wurde, kann  Gehlen nicht sagen. Denn die Testergebnisse erfährt der Patient entweder über den Hausarzt oder vom Gesundheitsamt.

Was Gehlen sicher sagen kann: „Noch musste kein Covid-19-Patient im Saarburger Krankenhaus behandelt werden. Das Krankenhaus ist aber dafür gewappnet.“ So ist die neue Psychosomatik-Station kurzerhand zur Isolier-Station mit 26 Betten umfunktioniert worden. Dort sei man gut vorbereitet auf den Pandemiefall, sagt Gehlen. Die Psychosomatik-Patienten seien zum Teil auf eine andere Station verlegt und zum Teil auf eigenen Wunsch hin entlassen worden.

Auch die Intensivstation ist laut Gehlen räumlich, technisch und personell gut vorbereitet. Die für die Behandlung von Covid-19-Patienten so wichtige Kapazität für die Intensiv- und Beatmungsbehandlung könne von regulär acht Betten auf 14 Betten hochgefahren werden. Dies habe eine massive Reduzierung des Operations-Programms ermöglicht.

Die Fieberambulanz im Gebäude der Psychiatrischen Tagesklink ist laut Gehlen innerhalb von nur 48 Stunden eingerichteten worden. Der Verwaltungsdirektor stellt fest: „Die Testungen laufen geordnet und gut strukturiert ab. Bei der mit den Beteiligten abgestimmten Vorgehensweise hat sich bewährt, dass die Menschen mit einer Überweisung des Hausarztes kommen.“ Damit sei eine ärztliche Vorklärung für die Indikation zum Test erfolgt.

 Auch auf den anderen Stationen seien die Mitarbeiter gut vorbereitet und gingen professionell und besonnen mit der Situation um. Notwendige Schulungen und Unterweisungen würden derzeit stattfinden. Gehlen beobachtet an ganz vielen Stellen eine hohe Flexibilität der Mitarbeiter. So fungierten Physiotherapeuten beispielsweise als Kontroll-Kräfte an der Pforte und unterstützten Verwaltungsabläufe. Die Techniker hätten kurzerhand eine Isoliermöglichkeit in der internistischen Notaufnahme geschaffen.

 Der Verwaltungsdirektor stellt fest: „Ich bin stolz auf all unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit größtmöglicher Professionalität, Leistungsbereitschaft und Flexibilität, für unser Kreiskrankenhaus im Einsatz sind. Selbst berentete Mitarbeiter halten sich bereit. Wir sind sehr gut vorbereitet.“ Bei allen Vorbereitungen auf die Behandlung von Covid-19-Patienten sei die medizinisch notwendige Regel- und Notfallbehandlung anderer Erkrankungen weiterhin gewährleistet. Gehlens Fazit lautet: „In Krisenzeiten wie diesen zeigt sich, wie wichtig das Kreiskrankenhaus für die Region ist, und dass es Mitarbeiter hat, auf die man zählen kann.“