Kreatives statt Krims-Krams

Spiel, Spaß, Kunsthandwerk: Das neue Konzept, den Konzer verkaufsoffenen Sonntag mit einheimischen und kreativen Produkten zu erweitern, kam bei Besuchern, Geschäftsleuten und Standbetreibern gut an. Im Laufe des Nachmittags steigerten sich die Besucherzahlen und die Konzer Parkplätze waren überfüllt.

Konz. Automassen belegten schon zu Beginn des verkaufsoffenen Sonntags die Parkplätze bei Möbel Martin. "Möbel Martin macht Cash, wir sind hier nur Statisten", meinte ein Konzer Geschäftsmann. "Der verkaufsoffene Sonntag wird in Konz nie ein Renner werden." Mit seiner Einstellung blieb der Geschäftsmann weitgehend die Ausnahme. Die ersten Kunden hätten schon vor Öffnung des verkaufsoffenen Sonntags vor der Ladentür gestanden, sagte Geschäftsfrau Irmgard Orth. Zudem: "Die Saartalbahn bringt uns ja die Kunden von Möbel Martin." In der Tat war das Bähnchen eine gefragte Attraktion, mit der die Gäste - statt mit ihren Autos - kostenlos durch Konz fuhren - bei steigender Nachfrage, wie der Lokführer bestätigte.

Spiel- und Spaßangebote gab es auf dem Saar-Mosel-Platz, die die Kinder genauso wie die Hüpfburg eifrig in Beschlag nahmen. Hufeisenförmig waren die kleinen Buden vom Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz aufgestellt. Darin präsentierten die Standbetreiber Schmuck, einheimische Produkte oder Dekoratives. "Das Angebot muss sich rumsprechen, die Idee ist jedenfalls gut", meinte eine Frau.

Kritik an Ausschilderung und musikalischem Angebot



Kritik kam hingegen von auswärtigen Besuchern, die bei der Internet-Planung ihrer Ausflugsfahrt an die Mosel auf den verkaufsoffenen Sonntag in Konz aufmerksam geworden waren. "Hier sind überhaupt keine Schilder, wir haben nur durch Zufall den Markt gefunden", sagten die Besucher. Zudem sei das kulinarische Angebot zu knapp.

Voll des Lobes war Standbetreiberin Yvonne Strupp. "Keine Standmiete zahlen müssen: Das ist absolut toll!" "Mir gefallen die Büdchen und die Atmosphäre", lobte Marion Hermesdorf aus Konz. "Schön, dass der Billig-Ramsch weg ist." Noch besser wäre es aber, wenn Musik die Veranstaltung bereichere.

Die sei eigentlich geplant gewesen, meinte Stadtmarketing-Chef, Ernst Holbach. "Sehr gut angenommen, volle Parkplätze, volle Läden", bilanzierte er am Nachmittag. Zu der Zeit blieb Petrus der Wackelkandidat, der drohende Gewitterwolken über Konz aufsteigen ließ. "Hoffen wir, dass es hält. Dann kommen noch viele Besucher zum Dämmerschoppen", hieß es am Weinstand.