Verkehr: Kreisstraße zwischen Serrig und Panzhaus: Sperrung wegen Sabine frühestens ab Dienstag

Verkehr : Kreisstraße zwischen Serrig und Panzhaus: Sperrung wegen Sabine frühestens ab Dienstag

Die Kreisstraße K 139 zwischen Panzhaus und Serrig wird diese Woche jeweils zwischen 8 und 16 Uhr gesperrt. Der Grund: Klimakranke Bäume müssen gefällt werden. 130 000 solcher Bäume wurden im Forstamt Saarburg in den vergangenen beiden Jahren bereits aufgearbeitet.

(red/mai) Rekordhitze, Dürre und Schädlingsbefall der beiden vergangenen Extremsommer haben laut Forstamt Saarburg den heimischen Wäldern arg zugesetzt. Entlang der Kreisstraße K 139 zwischen dem Gasthaus Panzhaus und Serrig müssen deshalb vertrocknete und kranke Bäume gefällt werden. die Arbeiten sollten ursprünglich am Montag beginnen, mussten aber wegen des Sturmtiefs Sabine verschoben werden.

Christoph Jager, Technischer Produktionsleiter des Saarburger Forstamts, sagt auf TV-Anfrage: „Wir haben am Montag sämtliche Arbeiten im Wald aufgrund des Sturms eingestellt. Wir wollen nun am Dienstag, 11. Februar, damit beginnen, die Bäume zu fällen, wenn es die Witterung zulässt. Ansonsten am Mittwoch.“ Die Arbeiten seien dringlich. Auch an der B 268 seien durch Sabine klimakranke Bäume umgekippt. Die Arbeiten dauern laut Jager mindestens bis Freitag, 14. Februar. Gesperrt ist die Straße jeweils zwischen 8 und 16 Uhr. Eine Umleitung ist vor Ort ausgeschildert.

Sperrung K 139 wegen Baumfällarbeiten. Foto: TV/Schramm, Johannes

Mangelnde Standsicherheit sowie drohender Ast- und Kronenbruch stellen an der Straße eine zunehmende Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Förster Stefan Riss sagt: „Die dramatischen Klimaveränderungen und deren Folgen beschäftigen uns derzeit in vielen Wäldern.“ Die Weltorganisation für Meteorologie rechnet für den Zeitraum 2010 bis 2019 mit dem weltweit wärmsten Jahrzehnt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Forstamt Saarburg mussten in Folge der extrem trockenen Jahre 2018 und 2019 bereits rund 130 000 abgestorbene und geschädigte Bäume aufgearbeitet werden. Sie fielen Witterungsextremen und Schädlingen wie dem Borkenkäfer zum Opfer. Riss: „Gerade Waldbereiche mit einer erhöhten Verkehrssicherungspflicht haben wir besonders im Blick. Dazu zählen Flächen entlang öffentlicher Straßen, Wohnbebauung oder festen Erholungseinrichtungen.“

 Bei den anstehenden Arbeiten entlang der K 139 sollen rund 250 Fichten entnommen werden. Deren absterbende und abgestorbene Wurzeln bieten keine ausreichende Verankerung mehr im Boden. Das trockene und spröde Holz der Baumkronen oder einzelner Totäste könnte bereits bei leichten Stürmen herunterbrechen und Verkehrsteilnehmer gefährden.

Losgelöst von solchen Bereichen mit erhöhter Verkehrssicherungspflicht, weist das Forstamt darauf hin, dass Erholungssuchende im Waldesinneren und auf Waldwegen grundsätzlich mit waldtypischen Gefahren rechnen müssen. Dies habe der Bundesgerichtshof bestätigt, um die Waldbesitzenden vor dem Hintergrund des freien Waldbetretungsrechtes nicht unzumutbar zu belasten. Waldtypische Gefahren sind solche, die sich aus der Natur oder der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung des Waldes ergeben wie Fahrspuren in Wegen, Reisig im Bestand, Trockenzweige in Baumkronen, herabhängende Äste nach Schneebruch oder Sturmschäden. Die Forstleute empfehlen Bereiche mit kranken oder abgestorbenen Bäumen zügig und ohne Rast zu durchqueren.

Offene Fragen beantwortet das Forstamt Saarburg, Christoph Jager, Telefon 06581/9263-28, E-Mail: Christoph.Jager@wald-rlp.de