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Kreistag gründet Trier-Saarburg Werke

Kreistag gründet Trier-Saarburg Werke

Der Kreistag Trier-Saarburg hat ein neues Kreisenergiewerk gegründet. Das Ziel ist, mit dem Werk im Bereich der erneuerbaren Energien aktiv zu werden - zum Beispiel durch den Bau von Windkraftanlagen.

Trier. Geht es künftig im Kreis Trier-Saarburg um erneuerbare Energien, werden die Trier-Saarburg Werke mitmischen. Der Kreistag hat Energiewerke als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet - ein kommunales Unternehmen, dem eine Satzung zugrunde liegt. Der Kreistag hat sowohl für die Satzung als auch die Bereitstellung von 250 000 Euro als Stammkapital gestimmt.
In der Satzung ist festgelegt, dass die neuen Werke eigene Anlagen zur Energieversorgung planen, finanzieren oder betreiben sollen. Neben eigenen Projekten hofft der Kreistag darauf, dass sich Gemeinden und Verbandsgemeinden beteiligen, denen der Kreis bei Energieprojekten weiterhelfen könnte.
Ein wenig skeptisch ist Karl-Heinz Frieden, CDU-Kreistagsmitglied und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Konz. Ein Punkt der Satzung weist darauf hin, dass die neuen Werke auch weitere Aufgaben der Kommunen übernehmen könnten. Darunter sind neben dem öffentlichen Nahverkehr auch das Bäderwesen und die Wasser- und Abwasserbeseitungsanlagen aufgeführt. Aufgaben, die zurzeit in den VG-Bereich fallen. Frieden: "Die Werke müssen sehr stark auf das Thema Energie ausgerichtet werden." Noch dieses Jahr will Landrat Günther Schartz einen weiteren Schritt in Sachen Energiepolitik machen. Zurzeit laufen Gespräche mit der Stadt Trier. Stadt und Kreis wollen eine gemeinsame Energiegesellschaft gründen, bei der auch die Stadtwerke Trier mitarbeiten. Laut Schartz sind die bisherigen Gespräche sehr zufriedenstellend gelaufen. Der Kreis hofft vor allem darauf, von den Fachkenntnissen der Stadtwerke profitieren zu können.
Auch die Stadt Trier signalisiert, dass sie bei der Energieversorgung einen gemeinsamen Weg mit dem Kreis gehen will. "Das ist eine gute Sache, die da auf den Weg gebracht wurde", heißt es im Rathaus. Ob es zur Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis komme, hänge allerdings noch von der Zustimung der zuständigen städtischen Gremien ab. cmk