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Kriegsverherrlichende Texte auf Soldatenfriedhöfe: Verband kritisiert Propaganda auf Gräbern

Kriegsverherrlichende Texte auf Soldatenfriedhöfe: Verband kritisiert Propaganda auf Gräbern

Der Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge (VdK) verurteilt das Verteilen von kriegsverherrlichenden Texten der deutschen Rechtsrock-Gruppe "Heiliger Krieg" auf Soldatenfriedhöfen in Kastel-Staadt und Konz.

"Hier werden Opfer des Krieges zum zweiten Mal zum Opfer gemacht", sagte Diego Voigt, Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen VdK-Verbands. Bislang seien diese Taten im Land einzigartig .

Nur auf dem Waldfriedhof Halbe (Brandenburg) habe es in der Vergangenheit Aufmärsche von Rechtsradikalen gegeben, was man zwischenzeitlich aber durch bauliche Veränderungen in den Griff bekommen habe.

"Kriegsgräberstätten sind Gedenkstätten, auf denen Platz für individuelle Trauer ist. Es sind keine Orte für Propaganda", sagte Voigt. Die gefallenen Soldaten dürften nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden.

Unbekannte hatten an Allerheiligen Flugblätter auf dem Ehrenfriedhof in Kastel-Staadt und auf den Soldatengräbern des Friedhofs Sankt Nikolaus in Konz verteilt. Auf ihnen stand ein Text der Rechtsrock-Band Heiliger Krieg. Darin wird der Soldatentod für die Heimat verherrlicht.