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Kriminalbeamte erkennen nach Dienstschluss Einbrecher und nehmen Männer am Konzer Bahnhof fest

Kriminalbeamte erkennen nach Dienstschluss Einbrecher und nehmen Männer am Konzer Bahnhof fest

Zwei pflichtbewusste Beamte der Kriminaldirektion haben auf dem Heimweg vom Dienst in Trier ein Einbrechertrio erkannt und gestellt. Verstärkung bekamen die Polizisten von der Konzer Wache.

Eigentlich sind die beiden Kripobeamten am Dienstag nach getaner Arbeit in Trier auf dem Weg nach Hause. Doch so richtig abgeschlossen haben sie mit dem Dienst noch nicht. Die beiden Beamten, die als Mitarbeiter der Kripo nie uniformiert sind, sondern unauffällige Zivilkleidung tragen, schreiten zur Tat statt nach Hause. Ihnen fallen in der Schillerstraße in Konz gegen 16.10 Uhr drei junge Männer auf. Zwei von ihnen erkennen sie wieder.

Erst am Nachmittag haben sie die beiden auf einem Foto gesehen, das auf dem Bildschirm ihrer Computer im Büro in der Kürenzer Straße in Trier angezeigt worden ist. Die Bundespolizei hat die mutmaßlichen Einbrecher zur Fahndung ausgeschrieben. Die Zivilfahnder versetzen sich laut einer Pressemitteilung, welche die Pressestelle der Polizei erst am Freitagnachmittag verschickt hat, sofort selbst wieder in den Dienst. Sie beobachten das Trio und verständigen die Kollegen von der Polizeiwache in Konz - sie selbst haben weder Waffen noch Handschellen dabei.

Trotzdem verfolgen sie die Verdächtigen. Die drei Verdächtigen steuern den Hauptbahnhof in Konz an und begeben sich zum Bahnsteig in Richtung Trier. Als sich die Streife der Polizeiwache Konz nähert, beobachten die Zivilfahnder, wie einer der Verdächtigen seinen mitgeführten Rucksack versteckt. Dann setzt er sich zu einem seiner Begleiter in ein Wartehäuschen. Der Dritte flüchtet sofort über die Gleise Richtung Bahnhofstraße, als er die beiden uniformierten Beamten sieht.

Die Konzer Polizisten kümmern sich sofort um die beiden verbliebenen Verdächtigen. Bei der Kontrolle stellen sie fest, dass es tatsächlich die Männer von den Fahndungsfotos sind. Den versteckten Rucksack finden sie ebenfalls direkt. Der Inhalt: mehrere gebrauchte technische Geräte, Schmuck und für Einbruchszwecke geeignetes Werkzeug. Wegen der gefundenen Beweise nehmen die Beamten die beiden Männer vorläufig fest. Einer von ihnen ist 19 Jahre alt und stammt aus dem Landkreis Altenkirchen. Der zweite Mann ist 20 Jahre alt und kommt aus dem Landkreis Alzey-Worms. Der Verdacht, dass die beschlagnahmten Gegenstände aus Straftaten stammen, bestätigt sich bei der näheren Überprüfung auf der Polizeidienststelle. Unter anderem finden die Beamten heraus, dass einige der Sachen aus einem Einbruch in Luxemburg stammen.

Inzwischen hat ein Haftrichter am Amtsgericht Trier auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen die mutmaßlichen Einbrecher erlassen. Sie sind nun in verschiedenen Strafanstalten in Untersuchungshaft. Bei dem zunächst geflüchteten dritten Begleiter handelt es sich um einen 17-Jährigen aus dem Landkreis Trier-Saarburg. Er ist am Mittwoch festgenommen worden. Gegen ihn hat der Haftrichter am Donnerstag einen Haftbefehl erlassen. Er sitzt nun in einer Jugendstrafanstalt ein.