Kühl – aber doch lustig

KELL AM SEE. (urs) Das unsommerliche Augustwetter hat es auch mit dem zweiten Anlauf des Verbandsgemeindeferienspaßes nicht allzu gut gemeint. Nach dem Regen des Vortrags haben nur gut 30 Teilnehmer einen Sprung ins Wasser gewagt.

Optimales Freibadwetter ist es sicher nicht. Doch so richtig ungemütlich ist es nun auch wieder nicht - zumindest, solange der Wind nicht über das 24 Grad warme Wasser fegt. Doch da der Regen noch am Vortag keine Müdigkeit gezeigt hat, toben gerade mal 32 Kinder und Jugendliche beim Verbandsgemeinde-Ferienspaß im Keller Freibad herum. Für die Organisatoren der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), zu deren Spielen bisher 100 bis 150 Teilnehmer drängelnd angestanden haben, ein geruhsamer Freibadnachmittag. Doch den Ferienspaß erneut um eine Woche aufs allerletzte Ferienwochenende zu verschieben, hätte wohl doch wenig Sinn gemacht. Die Betreuer nehmen es daher gelassen. Es sei eben einfach zu kalt. Wenigstens versagt dieses Mal keinem vom allzu vielen Erklären die Stimme, freut sich Volker Hauschild, der ständig die Regeln fürs Paddeln mit der Schwimmnudel wiederholt. Geschick ist auch im Becken nebenan gefragt, wo die Teilnehmer im Alter von fünf bis 18 Jahren im etwas seichteren Wasser nach Ringen tauchen. Die weniger Schwimmsicheren können sich mit Bällen und Eimern im Zielwerfen messen oder beim Wasserschöpfen abmühen. Insgesamt hat der Verein gut ein halbes Dutzend Spiele vorbereitet und reichlich Preise eingepackt, damit keiner der Teilnehmer mit leeren Händen nach Hause gehen muss. Patrizia paddelt auf der Schaumstoffnudel

Patrizia, elf Jahre, hat sämtliche Punkte-Spiele absolviert. Als gute Schwimmerin haben ihr die Spiele im großen Becken besonders gefallen - vor allem das Paddeln auf der Schaumstoffnudel. Am lustigsten findet derweil Jessica (6) das Geschicklichkeitsschwimmen, bei dem sie mit einem Schwimmbrett einige Bauklötzchen sicher ans andere Ufer transportieren musste. Michelle (11) und Laura (12) aus Kell sind schon zum zweiten Mal bei der Ferienfreizeit dabei. Zwar hätten sie heute nicht viele Gleichaltrige zu Gesicht bekommen: "Letztes Jahr war ein bisschen mehr los", bedauern sie. Dennoch betonen die beiden: "Es hat wieder viel Spaß gemacht." "Der Sommer war kurz, aber heftig", bilanziert einer der gut ein Dutzend Helfer. Jugendpfleger Michael Binder ist von der Teilnehmerzahl eher positiv überrascht: "Wenn man bedenkt, dass es gestern noch geregnet hat, kann man mit diesen Zahlen sehr zufrieden sein."