Kulinarischer Marathon in Nittel

Mit einem kulinarischen Marathon hat Nittel den Abschluss der Tourismus-Saison gefeiert. 200 Gäste schauten an einem langen Abend mit viel Wein, einem aufwändigen Fünf-Gang-Menü und einer ausgelassenen Abschlussfete bei sechs teilnehmenden Gastronomiebetrieben vorbei.

Nittel. (jbo) Der Startschuss zum kulinarischen Marathon fiel um 17 Uhr im Nitteler Weingut Thomas Sonntag. Fünf Gruppen mit jeweils 40 Personen zogen danach zu fünf verschiedenen Weingütern und Restaurants, die alle ein fünfgängiges Menü aus ähnlichen Zutaten - bestehend aus Garnelen, Kürbis, Saibling, Ente und einem Elbling-Dessert - vorbereitet hatten. Nach jedem Gang wechselte die Teilnehmer die Lokalität. So hatte jeder Gast vor der großen Abschlussfete, die wie der Start zum Marathon im Weingut Sonntag stattfand, in jedem der teilnehmenden Weingüter einen anderen Menügang genossen.

Fünf Gänge und ein Boxenstopp



Die Gäste - viele waren auch schon bei der Premiere der Veranstaltung im vorigen Jahr dabei - hatten offensichtlich großen Spaß. Eine Hamburger Gruppe hatte schon früh die oft nachgesagte "hanseatische Kühle" abgelegt. "Uns gefällt es super", sagte Kirsten Rathje, "tolle Landschaft, gutes Essen, leckerer Wein."

Aus den Niederlanden war Michiel von Rooje mit seiner Freundin angereist: "Ich war schon ein paar Mal in Nittel und nutze die Veranstaltung für ein langes Wochenende." Rose-Maria Roller aus dem luxemburgischen Esch gefiel, "dass man mit den Leuten im Gespräch ist. Das Essen ist auch gut, für mich aber gar nicht mal so wichtig." René Kemps und Wim van de Ven aus den Niederlanden fühlten sich zu einer besonderen Kleiderordnung herausgefordert: Oben trugen sie elegante Hemden, speziell angefertigte Krawatten und Jackett, unten Sporthosen und Turnschuhe.

Den wahren Marathon an diesem Abend bewältigten aber die Service-Mitarbeiter in den Gastronomiebetrieben. Hatte eine Gruppe ihren Gang beendet und die Speisetafel verlassen, blieben zehn Minuten Zeit, die Tische für die nächste Gruppe vorzubereiten. Danach hieß es 40 Mal Essen servieren, Wein einschenken, Sonderwünsche berücksichtigen und wieder Geschirr abräumen. Eine Dreiviertelstunde später wiederholte sich der Ablauf. Die Damen und Herren waren froh, wenn sich eine Gruppe etwas verspätete, weil sie wegen eines "Boxenstopps bei Finchen" zum Schnäpschen zwischendurch länger als geplant unterwegs waren.

In den Küchen wurde der Ansturm gut bewältigt. "Entscheidend ist eine gute Vorbereitung", sagte Markus Borschinski, Koch im Weingut Apel.

Die Veranstalter waren sehr zufrieden. "Es läuft prima, die Leute haben Spaß und wir die Kinderkrankheiten vom letzten Jahr in den Griff bekommen", sagte Carina Curmann. Harald Apel fand es "toll, dass so viele junge Leute dabei sind." Und Stephan Zilliken hatte sogar noch Zeit, in einem separaten Raum Hausgäste zu bewirten. "Da mache ich schon mal Werbung für das nächste Jahr", meinte er. woc/zad

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