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Verkehr: Land in Sicht auf der alten Ortsdurchfahrt in Konz

Verkehr : Land in Sicht auf der alten Ortsdurchfahrt in Konz

Der Umbau der ehemaligen B-51-Ortsdurchfahrt Konz soll bis zum Jahresende 2018 abgeschlossen sein.

Eine Dauerbaustelle ist seit drei Jahren die ehemalige B-51-Ortsdurchfahrt Konz. Die Arbeiten der beauftragten Firma Elenz begannen 2015 an der Einmündung Karthäuser/Dammstraße, zogen sich weiter über die Brunostraße und haben inzwischen die Trierer Straße erreicht. Dieser letzte Abschnitt soll nach Angaben der Planer zum Jahresende abgeschlossen sein.

Den Schwerpunkt bilden die Tiefbauarbeiten der Verbandsgemeindewerke Konz und der Stadtwerke Trier. Fast der gesamte Abwasserkanal wurde und wird erneuert oder saniert, ebenso die Wasserleitung mit entsprechenden Hausanschlüssen sowie die Gasleitung. Wenn der Tiefbau abgeschlossen ist, folgt die Neugestaltung der Straße. Schon fertig sind Karthäuser- und Brunostraße. Die Fahrbahn wurde enger, die Bürgersteige mit Abstellflächen breiter, und in die Fahrbahn ragende Bauminseln bremsen konsequent den Durchgangsverkehr ein. Das Ergebnis: Aus der einstigen B-51-Rennstrecke für den Durchgangsverkehr wurde eine beschauliche Wohn- und Geschäftsstraße. Die Kosten der Gesamtmaßnahme betragen rund 5,5 Millionen Euro.

Wenn am Jahresende das Ziel an der Einmüdung zur B 51 erreicht ist, waren das für die zahlreichen Anlieger drei lange Jahre. In einer Reihe von Bürgerversammlungen hatten Verwaltung, Quartiersmanagement und die Planer vom Büro HSI Trier über die jeweils anstehenden Maßnahmen informiert. Doch zwischen der Theorie im Saal und der Praxis auf der Baustelle klaffen bisweilen Lücken – insbesondere zwischen der veranschlagten und der tatsächlichen Bauzeit auf einem Straßenabschnitt. Ursache sind meist unvorhergesehene Probleme mit Altinstallationen beim Tiefbau, die oft im Untergrund lauern. Ein Dauerthema auf allen Abschnitten waren und sind die Erreichbarkeit der Anliegergrundstücke, der vorübergehende Wegfall von Autostellplätzen für die Anlieger und – wie bei jedem Straßenbau im Wohngebiet – der Ärger über Lärm und Dreck.

Seit Beginn des letzten Bauabschnitts „Trierer Straße“ ab Einmündung Irminenstraße kommt aber Land in Sicht. Seit Ende Juli laufen die Arbeiten am letzten Teilstück bis zum Ortsausgang in Richtung Trier (B 51), der Ende 2018 erreicht sein soll.

Nach Angaben von Verwaltungssprecher Michael Naunheim werden dann zwischen Dammstraße und Ortsausgang 1700 Meter Wasserleitung und 2000 Meter Gasleitung neu verlegt sein. Außerdem wurden weite Abschnitte des Kanals saniert und insgesamt 230 Meter Kanal komplett erneuert. Hinzu kommen 285 neue Hausanschlüsse. Fast abgeschlossen ist auch die Neugestaltung des Brunoplatzes, wo nach den Sommerferien Restarbeiten an der Pflasterung anstehen.

Die bekannten Klagen gibt es auch am laufenden letzten Abschnitt. „Erst war von drei bis vier Wochen Baustelle vor unseren Häusern die Rede, nun sind es schon acht Wochen“, so ein Anlieger, der ungenannt bleiben will, zum TV. Die Informationen kämen spärlich oder unvollständig, und dann sei da noch das Parkplatzproblem. „Man hat uns geraten, die Autos vorübergehend in Nebenstraßen abzustellen, doch da ist fast überall Parkverbot“, schimpft der Anwohner.