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Langer Einkaufsabend mit Gruselfaktor

Langer Einkaufsabend mit Gruselfaktor

Wenn die Nacht einbricht, steigt der Gruselfaktor in der Saarburger Innenstadt: Beim Halloween-Nacht-Shopping gibt es am Donnerstagabend Kürbisse, viele Kerzen und vor allem die Möglichkeit, einen gemütlichen Einkaufsabend mit Freunden zu verbringen.

Wenn es dunkel wird am Donnerstagabend, verwandelt sich die Saarburger Innenstadt in eine schaurig-schöne Grusellandschaft mit Spinnweben, leuchtenden Kürbissen und vielen Kerzen. Dann lädt der Arbeitskreis Ideen und Konzepte (Iko) des Saarburger Gewerbeverbands zum vierten Halloween-Nacht-Shopping. Die Geschäfte haben bis 22 Uhr geöffnet. Was vor vier Jahren ins Leben gerufen wurde, als der jüngste Harry-Potter-Roman veröffentlicht und abends ausgeliefert wurde, ist inzwischen zur festen Größe im Saarburger Einzelhandelskalender geworden.

"Es geht uns darum, eine besondere Atmosphäre zu schaffen", sagt Christoph Krebs vom Iko. Denn anders als beispielsweise beim Goldenen Oktober, dem verkaufsoffenen Sonntag, steht das Wohlfühlen und gemütliche Bummeln im Mittelpunkt des Halloween-Nacht-Shopping. Es soll ein Abend sein, zu dem sich Freunde miteinander verabreden, an dem Kinder und Erwachsene gleichermaßen Spaß haben. Gemütlichkeit statt Einkaufshetze. Dementsprechend rüsten sich die Geschäftsleute - mit entsprechender Deko, mit Licht, aber auch mit Bowle, Muffins und Kürbissuppe. "Der Kunde findet in jedem Laden etwas anderes - davon lebt dieser Abend", sagt Krebs.

Das Halloween-Nacht-Shopping ist ein Abend für die Kunden der Saarburger Einzelhändler. Aber es ist auch ein Abend für den Einzelhandel, und das gar nicht mal auf klingelnde Kassen bezogen. "Der Umsatz ist an diesem Abend nicht das Entscheidende", sagt Krebs. Es geht um zusätzlichen Service für Kunden, um das Erlebnis. "Die Mittelzentren stehen heute in Konkurrenz zueinander. Solche Veranstaltungen wie das Halloween-Shopping honorieren die Kunden übers Jahr hindurch." Sprich: Die besondere Einkaufsatmosphäre bleibt in guter Erinnerung, die Kunden kommen wieder.

Wer Lust hat, kann sich im Raten üben. Der Arbeitskreis hat auch für Donnerstag wieder ein Schätzspiel organisiert. "14 Firmen stellen dazu in ihren Schaufenstern Schätzaufgaben bereit", sagt Petra Seiler-Kautenburger. Das können beim Optiker etwa Sonnenbrillen in einem großen Glas sein, deren Zahl geschätzt werden muss. "Wer am Schluss der tatsächlichen Zahl am nächsten ist, gewinnt", fügt ihr Kollege Thomas Annen hinzu. So werden unter anderem Karten für Konzerte in der Stadthalle verlost.