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Langgehegter Wunsch erfüllt sich: Brandbekämpfer ziehen um

Langgehegter Wunsch erfüllt sich: Brandbekämpfer ziehen um

Mit einem Umzug im doppelten Sinne hat Grimburg die zweitägige Feier zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses eingeleitet. Mit schmissiger Musik des Spielmannszuges Serrig ist die Wehr vom alten zum neuen Haus gezogen. Zwischen beiden liegen zwar nur wenige hundert Meter, aber 86 Jahre.

Grimburg. Den Wunsch nach einem neuen Domizil hegt die Freiwillige Feuerwehr Grimburg seit Anfang der 90er Jahre. Jetzt ist er in Erfüllung gegangen. Seit dem Gründungsjahr 1926 ist die Wehr nicht umgezogen. Dafür gab es nach 86 Jahren mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus einen großen Sprung in die moderne Welt der Brandbekämpfung.
"Es ist ein Schmuckstück geworden" findet Ortsbürgermeister Franz-Josef Weber, zumal der Arbeitskreis Ortsgestaltung auch für ein ansprechendes Umfeld des Hauses sorgte.
"Hier sieht man deutlich, wohin das Geld aus der alljährlichen Staudenbörse hingeht", freut sich dessen Vorsitzender Christoph Paulus. Wehrführer Frank Zühlke dankte vor rund 200 Festgästen am ersten Abend für die Unterstützung der Verbandsgemeinde den Sponsoren, Zuschussgebern und den Helfern für ihre Muskelkraft. "Es ist ein wundervolles Werk geworden, auch wenn alles nicht immer glatt- lief", erklärte Verwaltungschef Michael Hülpes. Die Eigenleistung sei modellhaft. Die Unterstützung einer kleinen Wehr sei sinnvoll, weil sie ja nicht nur für Sicherheit sorgt, sondern auch fest in der Dorfgemeinschaft eingebettet ist. Das Mitglied des Bundestages, Bernhard Kaster (CDU), die Landtagsabgeordneten Arnold Schmitt (CDU) und Stephanie Nabinger (Grüne) hoben die Mühe und die Gründlichkeit der Wehr beim Bau des neuen Hauses hervor.
2005 ist die Idee bei der Einweihung des benachbarten Hexenmuseums entstanden, die nach drei Jahren Bauzeit Wirklichkeit wurde. Seinen Stil und die Gestaltung hat das Haus noch dem Grimburger Architekten Joachim Wahlen zu verdanken. Doch es gab Querelen (der TV berichtete mehrfach). Die letzten beiden Jahre leitete Dr. Egbert Adam den Baufortschritt. "Erst war Sand im Getriebe, dann aber war es eine sehr gut Baustelle", resümierte der Fachmann. Zweimal sei zwar die Fertigstellung verschoben worden, doch es habe keinen Unfall gegeben.
Am zweiten Festtag hatten die Kleinsten ihre große Stunde: Die Bambiniwehr wurde gegründet. Nach Hermeskeil und Züsch- Neuhütten hat jetzt auch Grimburg eine mit zwölf Mitgliedern ab sechs Jahren . "Wir führen die Kinder spielerisch an ihre Aufgaben heran", sagt dazu Wehrführer Zühlke. Die Zukunft der Grimburger Wehr ist nicht nur mit dem neuen Haus, sondern auch personell gesichert. doth
Extra

Bauherr: VG Hermeskeil; Baubeginn: August 2009; Nutzfläche: 200 Quadratmeter; Stellfläche für ein Kleintanklöschfahrzeug mit 750 Liter Löschwasser; Baukosten: 315 000 Euro; Zuschüsse: Land 90 000 Euro, VG 40 700 Euro, Gemeinde 20 000 Euro, Eigenleistung 4500 Stunden im Wert von 80 700 Euro und Spenden. Die Wehr hat 18 Aktive, fünf Alterskameraden, acht Jugendwehrleute und eine Bambiniwehr. Wehrführer ist Frank Zühlke, der auch Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes ist. doth