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Langjähriger Dirigent des Musikvereins Beurig ist gestorben

Langjähriger Dirigent des Musikvereins Beurig ist gestorben

Günter Wunder ist verstorben. Der gebürtige Schlesier war von 1974 bis 2000 Dirigent des Musikvereins Saarburg-Beurig. Wunder hat gleich zweimal Musikpädagogik studiert.

Saarburg/Trier. Der Musikverein Saarburg-Beurig trauert um seinen langjährigen Dirigenten Günter Wunder. Er ist am 23. Mai im Alter von 88 Jahren in einem Altenpflegeheim in Trier gestorben. Er hinterlässt seine Frau, zwei Kinder und ein Enkelkind. Wunder hat zwischen 1974 und 2000 den Musikverein geführt.
Nach seinem Rückzug vom Dirigentenpult hat ihn der Verein zum Ehrendirigenten erklärt. Zuletzt hat der leidenschaftliche Musiker in einem Altenpflegeheim in Trier gelebt.
Zusammen mit dem Jugendausbilder Kurt Kröber hat Wunder Mitte der 1970er Jahre das Jugendorchester aufgebaut. Daraus sind die Original Wunderländer hervorgegangen, die seit knapp 40 Jahren die Kappensitzungen der Karnevalsgesellschaft Hau-Ruck musikalisch begleiten.
Der gebürtige Schlesier hat nach seiner Zeit als Soldat im Zweiten Weltkrieg in Ostdeutschland Musikpädagogik studiert. Allerdings wurde das Studium nach seiner Flucht aus der DDR nach Köwerich (Verbandsgemeinde Schweich) nicht anerkannt, so dass er nochmal ein Musikstudium aufnehmen musste.
Wunder hat an der Realschule Saarburg Musik und Religion unterrichtet. Seine Leidenschaft für die Musik spiegelt auch die Todesanzeige im Trierischen Volksfreund vom 31. Mai wider. Darin geben seine irdischen Musikerkollegen ihren Kollegen im Himmels-Orchester den Rat: "Am besten ihr fangt schon mal an zu proben. Da ist ein neuer Dirigent auf dem Weg zu euch. Er wird mit seinem Temperament wohl so ziemlich alles durcheinander wirbeln, aber es wird ein himmlisches Vergnügen sein, mit ihm zu musizieren."
Das Sterbeamt ist morgen, Freitag, 13.30 Uhr, in der Kirche St. Anna in Trier. Anschließend wird er auf dem Friedhof Olewig beigesetzt. itz