Langjähriger Leichtathletik-Präsident Walfried Heinz gestorben

Trauer um verdienten Konzer : Ein Leben für Vereine und Politik: Walfried Heinz ist tot

Walfried Heinz war über Konz hinaus bekannt. Nun ist der einstige Beigeordnete tot.   

Ruhig, Kompromisse suchend, verbindend: So hat Walfried Heinz in seinem Leben etliche Führungspositionen ausgefüllt. In Politik, Sport und Gesellschaft war der Konzer weit über seine Verbandsgemeinde hinaus bekannt. Am 16. Januar ist er im Alter von 82 Jahren gestorben. Das Sterbeamt ist am Samstag, 25. Januar, in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Konz geplant.

Seine Wahlheimat Konz hat Walfried Heinz, der in Speicher (Eifelkreis Bitburg-Prüm) geboren wurde, maßgeblich als erster Beigeordneter der Stadt (1971 bis 1982) sowie 27 Jahre lang (von 1974 bis 2001) als hauptamtlicher Beigeordneter der Verbandsgemeinde mitgeprägt. Seine Handschrift ist vor allem in den Sportstätten und Schulen zu erkennen, für die er als Beigeordneter zuständig war. Doch nicht nur in der Verwaltung war er tätig. 20 Jahre lang (1989 bis 2009) hat er das Jugendnetzwerk Konz mit auf- und ausgebaut und in seiner heutigen Form etabliert. Später wurde er Ehrenvorsitzender des Vereins. Wie vielfältig sein gesellschaftliches Engagement war, zeigen seine Tätigkeiten als Vorsitzender der Lebenshilfe Trier-Saarburg von 2009 bis 2015 und als stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverein Konz (1972 bis 2002). Auch in der CDU spielte Heinz eine wichtige Rolle. Seit 1971 war er in der Partei. Zuletzt war er 15 Jahre lang Vorsitzender der Seniorenunion.

Die TG Konz, einen der größten Sportvereine in der Region Trier, hat Heinz ebenfalls Jahrzehnte lang als Vorsitzender geführt. Der Sport lag ihm ohnehin besonders am Herzen. Den Leichtathletik-Verband Rheinland (LVR) hat Heinz ein Vierteljahrhundert lang, von 1978 bis 2003, als Vorsitzender und Präsident geführt. So lange wie kein anderer. In Heinz‘ Zeit an der Spitze der Verbands fiel der Übergang von Aschen- zu Kunststoffbahnen mit den entsprechenden Investitionen in den Sportanlagen(um)bau. Es war ein Thema wie geschaffen für ihn. Einerseits dank Heinz‘ Erfahrung als aktiver Leichtathlet, der 100 Meter in 10,9 Sekunden gesprintet war, und Funktionär, der zunächst den Leichtathletikkreis Bitburg-Prüm und nach seinem Umzug nach Konz den von Trier-Saarburg führte. Auf der anderen Seite kannte Heinz die Sicht der Kommunen.

Selbst mit dem Bundesverdienstkreuz am Band und der höchsten Auszeichnung der deutschen Leichtathletik, dem Carl-Diem-Schild geehrt, war Heinz bis zuletzt als LVR-Ehrenpräsident bei vielen Ehrungen dabei. Das Tagesgeschäft hatte er nach einem mustergültigen Übergang 2003 beim Verbandstag in Konz in jüngere Hände gelegt. So wie Heinz schon als ganz junger Mann Verantwortung übernommen hatte. Mit 17 Jahren trat er als (Mit-)Organisator von Sportfesten in seiner Geburtsstadt Speicher in Erscheinung. Für Walfried Heinz war immer klar: Wer etwas bewegen will, muss selbst anpacken!