1. Region
  2. Konz, Saarburg & Hochwald

Lass es prickeln - erfolgreiche veranstaltung in Konz von station k

Kultur : Konzer feiern mit prickelndem Sekt

Stimmungsvoll und gediegen: Zwei Tage haben die Menschen das Wetter, den Wein und die Livemusik auf dem Marktplatz genossen.

Passend zum Beginn von Lass’ prickeln in Konz trifft die ersehnte Nachricht aus der Staatskanzlei in Mainz ein: Ab dem kommenden Mittwoch dürfen bei Außenveranstaltungen wieder bis zu 500 Personen -unter den bisherigen Hygiene- und Sicherheitsregeln- gemeinsam feiern. Der Konzer Stadtmarketingverein und Veranstaltungsprofi Christof Kramp (Agentur Station-K) müssen aber noch mit der bisher gültigen Maßgabe von maximal 350 Personen zurechtkommen.

Die Tische und Stände auf dem abgesperrten Marktplatz sind jedenfalls am Freitag- und Samstagabend bei tollem Wetter sehr gut gefüllt. Rund 250 beziehungsweise 400 Besucher verteilten sich über die beiden Abende. Kramp hatte das Event rund um Winzersekt, Kulinarik und Musik kurzfristig auf die Beine gestellt: „Die Leute wollen ja raus und feiern“, sagt er. Sechs Winzer präsentieren ihre Weine und Sekte, dazu gibt es hippes Craftbier und anspruchsvolle Speisen vom Flammkuchen bis zum Dry-Aged-Rumpsteak, alles frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Die Getränke- und Essensstände umrahmen das Karree auf dem Marktplatz, vor dem Rathaus gibt es ein offenes Zelt für die Bands.

Am Freitagabend spielen die Fantastic Five aus Irsch cronabedingt nur im Trio, aktueller Rock und Pop sorgt für beschwingte Stimmung. Am Samstag dann First Men on Mars aus Trier mit Covern von den Beatles bis Chuck Berry, das bringt trotz Maskenpflicht einen Hauch von Partystimmung. Wie gesagt, die Leute (viele Jüngere sind gekommen, oft auch mit ihren kleinen Kindern) wollen feiern, auch wenn alle größeren Veranstaltungen, wie das Konzer Heimat- und Weinfest, abgesagt wurden.

Lass‘ prickeln ist ein kommunikatives Fest, die Besucher sitzen an den Tischen und unterhalten sich, der Sekt fließt in Strömen. „Gute Idee, dieses Fest, Sekt trinken wir unheimlich gerne und hier gibt es hervorragende Qualitäten“, sagen Ines, Mara und Isabell aus Karthaus.

Aber auch das Craft-Bier läuft und die Weine der Winzer aus der Gegend sowieso. Die sind froh, wieder hinter ihren Ständen zu stehen, mit den Kunden zu sprechen und natürlich über die Umsätze. Der Konzer Stadtmarketingverein lässt sich nicht lumpen, am Eingang gibt es ein Glas Sekt „auf’s Haus“. Die Kaufleute sind froh, dass auch in Konz das öffentliche Leben trotz Pandemie wieder erwacht. Verhalten optimistisch ist die Stimmung bei Christiane Anschütz-Baltes, Simon Schmekies, Stefan Holbach und Rudolf Oeffling, die den Apéritif aus­schenken.

Die Saar-Obermosel Weinkönigin, Lea Zengerlin, ist mit ihren Prinzessinnen Karolin Klein und Julia Schuster auch schon am Freitagabend vor Ort. Die jungen Damen probieren, animieren und flanieren (ganz vorschriftsmäßig mit Mund- Nasen-Schutz).

Die Weinmajestäten von der  Saar-Obermosel: Julia Schuster, Karolin Klein und Lea Zengerlin (von links) und Veranstalter Christof Kramp tragen vorschriftsmäßig einen Mundschutz, solange sie keinen festen Platz haben.  Foto: Dirk Tenbrock

Am Sonntagmorgen ist dann alles schon wieder abgebaut, das Konz Musikfestival kann sein Abschlusskonzert im Kaufland-Parkhaus starten und Christof Kramp bilanziert nach einer kurzen Nacht: „Eine runde Sache, viel positive Resonanz von allen Seiten, absolut wiederholenswert!“ Er freut sich auf den Rest der Saison, vor allem, dass er beim eigentlich schon ausverkauften Konzert der Kölsch-Rocker Kasalla am Samstag, 19. September, auf dem Saarburger Kasernengelände, noch 150 zusätzliche Karten vergeben kann.