Laufen, kicken, siegen

600 Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 14 Jahren sind am Wochenende ins Konzer Stadion gekommen, um beim Soccer Turnier 2009 teilzunehmen. Neben der Förderung der Nachwuchskicker sollte der Spaß nicht zu kurz kommen.

Konz. Eigentlich war bei der Vorbereitung des Soccer Turniers geplant gewesen, anlässlich der 50-Jahrfeier der Stadt Konz Fußballmannschaften der Konzer Partnerstädte willkommen zu heißen. Eine gute Idee - die sich leider nicht realisieren ließ. "Die Partnerstädte waren eingeladen, konnten aber leider nicht, zum Beispiel wegen der Ferien in Frankreich und Luxemburg", erklärte Stefan Hein, Jugendleiter beim SV Konz. Per Mail hatten die Organisatoren 1200 Vereine im Bereich Südwest sowie weitere ausländische Vereine angeschrieben. 50 Mannschaften, darunter eine belgische aus Oudler, hatten schließlich ihre Teilnahme zugesagt.

Die organisatorischen Vorbereitungen für das Turnier und der Aufwand für die zweitägige Veranstaltung waren nicht wenig: Etwa 50 bis 70 Helfer, meist Eltern der Nachwuchskicker, halfen auf den Plätzen und bei den Essen- und Getränkeständen. Trotz der Mühe sei es eine gute Saisonvorbereitung und eben ein "Highlight" für die Fußballer, meinte Hein.

In der Tat gab es spannende Spielszenen auf dem Kunstrasen- und Rasenplatz zu sehen. Etwa beim Spiel der D-Jugend von Eintracht Trier gegen SV Konz, das die Trierer schließlich trotz tollen Einsatzes des Konzer Torhüters kurz vor dem Abpfiff mit 1:0 für sich entschieden. Derweil bereiteten sich die Spieler der Nitteler Jugendspielgemeinschaft am Spielfeldrand vor. Man habe Probleme gehabt, sich kurzfristig von einer Neuner-Mannschaft auf eine Elfer-Mannschaft wegen des Soccer Turniers umzustellen, meinte ein Trainer. "Das Halbfinale müsste aber drin sein", hoffte er. Die Gewinner der E- und D-Jugend erhielten komplette Trikotsätze. Die Zweitplatzierten bekamen Shirts, die Drittplatzierten Trainingsbälle. Zudem gab es Pokale, Urkunden und Medaillen vom Verein.

"Macht Spaß und man trifft viele", meinte ein Fußballmädchen unter Zustimmung seines Vaters. "Nach der langen Sommerpause freue ich mich riesig, wieder spielen zu dürfen!" Allerdings, so monierte seine Mutter, habe sie von dem angekündigten "Riesen-Rahmenprogramm" bis auf die umfängliche Autoausstellung und dem Torwandschießen leider nichts bemerkt.