Lebenshilfe Trier-Saarburg baut neue Werkstatt in Konz

Bauarbeiten : Arbeiten an neuer Werkstatt laufen

Die Lebenshilfe hat mit dem Bau ihres neuen Gebäudes in der Konstantinstraße in Konz begonnen. Die Ausschreibung für das Projekt hat erst beim zweiten Anlauf ein Ergebnis gebracht. Der Zeitplan bleibt aber ambitioniert.

Die Lebenshilfe Trier-Saarburg hat mit dem rund sechs Millionen Euro teuren Bau ihrer neuen Werkstatt für Menschen mit Behinderungen begonnen. Bis Ende 2019 soll das Gebäude auf dem Eckgrundstück in der Konstantinstraße an der Abzweigung Bahnhofstraße fertig werden. Der neue Bau, den das Trierer Architekturbüro Pasucha-Klepzig geplant hat, wird zweigeschossig. Er hat laut der Architekten eine Nutzfläche von 2300 Quadratmetern. Neben den Werkstattplätzen und einer Mensa für alle Mitarbeiter und Bewohner der Lebenshilfe werden weitere Büro- und Therapieräume geschaffen. Diese könnten auch von externen Therapeuten genutzt werden, heißt es bei der Lebenshilfe Trier-Saaburg. Die Verantwortlichen betonen, dass durch das Projekt 70 Arbeitsplätze für behinderte und 30 Arbeitsplätze für nichtbehinderte Menschen am Standort Konz gesichert werden.

Nach Fertigstellung des Neubaus hat die Lebenshilfe zusammen mit dem Altbau in ihren Gebäuden eine Grundfläche von insgesamt 3805 Quadratmetern. „Durch die zusätzliche Fläche werden sich die beengten Verhältnisse im Altbau merklich entspannen“, heißt es bei dem freien Wohlfahrtsträger. „Freiwerdende Räume können dann auch anderen Nutzungen zugeführt werden.“

Eigentlich wollte die Lebenshilfe schon im Sommer mit dem Projekt loslegen. Allerdings gab es Probleme mit der europaweiten Ausschreibung für die Arbeiten am neuen Gebäude.

Antje Raschke, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Facility- und Baumanagement GmbH, eines Tochterunternehmens der Lebenshilfe Trier-Saarburg, erklärt die Verzögerung: „Es lag am Ende kein geeignetes Angebot vor.“ Kein Anbieter habe die Vergaberichtlinien eingehalten, sagt sie. Um passende Angebote zu erhalten, habe die Lebenshilfe das Projekt noch einmal ausschreiben müssen. Und endlich wird das Projekt umgesetzt. „Die Tiefbauarbeiten laufen schon“, sagt Raschke. „Die Mauer- und Betonarbeiten werden vor Weihnachten vergeben.“ Der Rohbau könne dann im Januar beginnen. Das hänge allerdings vom Wetter ab. „Unser erklärtes Ziel ist es, bis Ende 2019 fertig zu werden“, sagt Raschke im Gespräch mit dem TV.

Bis dahin sei auch die Genehmigung des Provisoriums mit Containern verlängert worden. Zurzeit arbeiten 30 der 96 behinderten Mitarbeiter in Containern, die neben der alten Werkstatt stehen. Mit Blick auf den Ablauf betont Raschke, dass es sich um einen Bauzeitenplan handele. Da könne sich immer noch etwas verschieben.

Beim Spatenstich für das Großprojekt waren neben Kilian Zender, Vorstand der Lebenshilfe Trier-Saarburg, Joachim Weber, Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, 50 Gäste dabei. Lebenshilfe-Vorstand Kilian Zender sagt: „Dieser Spatenstich hat es in sich. Dieses Projekt ist für uns als Lebenshilfe in Konz wegweisend, da das neue Gebäude die Lebensumstände und aktuelle Betreuungssituation verbessern wird.“ Hinzu kommt aus seiner Sicht ein weiterer wichtiger Punkt: „Der Neubau – mitten im Wohngebiet gelegen – erfüllt auch den Inklusionsgedanken. Die Nähe zur Stadtmitte ermöglicht den Bewohnern die aktive Teilnahme am Konzer Stadtleben.“

Diese Computersimulation zeigt, wie das Werkstattgebäude aussehen woll, wenn es fertig ist. Foto: Lebenshilfe Trier-Saarburg/Pasucha Klepzig Architekten

Der Konzer Bürgermeister Joachim Weber ist ebenfalls überzeugt von dem Projekt: „Dieser Neubau ist auch für Konz wichtig, weil wir wissen, welch wertvolle Arbeit hier geleistet wird.“ Der Bau des Gebäudes sei eine nachhaltige Lösung, die nicht nur die Arbeitsplätze sichere, sondern zusätzlich „eine städtebauliche Aufwertung und Lärmschutz für diesen Bereich hier bringen wird“.

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