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Lebenshilfe Trier-Saarburg fordert Behindertensportverein Frankenthal und Arbeiterwohlfahrt Bad Marienberg im Fußball heraus

Soziales : Ein Turnier, bei dem es keine Verlierer gibt

Lebenshilfe Trier-Saarburg fordert Behindertensportverein Frankenthal und Arbeiterwohlfahrt Bad Marienberg im Fußball heraus

Sie treten an wie die Profis, mit eigenen Trikots und ihren Namen drauf. Sie sind motiviert zu gewinnen, denn für Menschen mit geistiger oder körperlicher Einschränkung ist Fußball mehr als Sport. Es ist menschliche Nähe und Freundschaft.

Mit dem Behindertensportverein Frankenthal und der Arbeiterwohlfahrt (Awo) aus Bad Marienberg konnte die Lebenshilfe Trier-Saarburg in der dritten Auflage ihres Fußballturniers nur zwei Gastvereine begrüßen. Zwei Luxemburger Vereine blieben ohne Begründung fern, das Team aus Regensburg sagte ab, was Teambetreuer Carsten Haas von der Lebenshilfe sehr bedauerte.

Jede Mannschaft trat in vier Spielen mit sechs Feldspielern und einem Torwart auf einem halben Sportplatzfeld an. „Wir trainieren einmal die Woche“, sagt Haas, der auch ein Mädchen im Team hat. „Neben dem Sport ist vor allem die Inklusion im Fokus“, das ist dem Betreuer besonders wichtig. Ansonsten werde der Fußball wie bei allen Kickern erlebt: „Wenn man ein Tor schießt, freut man sich, wenn man verliert, ist man traurig.“ Gerade sei man vom Regensburger Turnier heimgekehrt, das von der Lebenshilfe mit einem stolzen achten Platz unter 16 Teams beendet werden konnte.

Genau an der richtigen Adresse ist die Lebenshilfe beim TuS Fortuna mit seinem schmucken Stadion im Kammerforst. Vorsitzender und Stadionsprecher Dittmar Suder, der rund 30 Helfer, einschließlich Schiedsrichter, für diesen Tag mobilisieren konnte, ist stolz auf die soziale Ader seines Vereins: „Der TuS engagiert sich generell in der Integration, egal ob es um Behinderte, Flüchtlinge oder Menschen mit verschiedenen Religionen geht.“ Das alles mache für den Sport keinen Unterschied. Auch bei den regulären Mannschaften der Alten Herren sind Spieler der Lebenshilfe dabei.

Rund 70 Bewohner der Lebenshilfe-Heime schauten zu. Unter sie hatte sich der Vorsitzende der Einrichtungen, Kilian Zender, gemischt. Er weiß: „Ein solches Turnier ist enorm wichtig, denn es bietet die Möglichkeit, einmal aus dem Alltagsleben auszubrechen und mit Nichtbehinderten Berührungspunkte zu knüpfen.“ Gerade Fußball stehe hoch im Kurs, denn dieser Sport biete die Herausforderung, sich mit anderen zu messen, gerade jetzt in der Zeit der Weltmeisterschaft.

Das bestätigt auch ein Torschütze der Lebenshilfe Trier-Saarburg. Markus Bier freut sich: „Fußball macht riesig Spaß und ich lerne so viele Leute kennen.“ Er schoss im letzten Spiel das 2:1 gegen die Awo Bad Marienberg.

Egal wie groß der Pokal war, den man bekommen hat, anschließend wurde zünftig und gemeinsam gefeiert.