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Leere Becken - leere Kassen - letzte Hoffnung

Leere Becken - leere Kassen - letzte Hoffnung

In der letzten Ferienwoche könnte sich noch einmal der Sommer zu Wort melden. An der trüben Besucherbilanz der Freibäder in der Region wird das nicht viel ändern. Allerdings freuen sich die Hallenbäder im Sommer 2014 über außergewöhnlich großen Andrang.

Saarburg./Trier. Dieser August war der kälteste seit 2006. Diese Prognose von TV-Meteorologe Dominik Jung (Q.met) hat sich bewahrheitet. Im Vergleich zum Zeitraum 1984 bis 2013 sei der Monat sogar um 1,6 Grad zu kalt ausgefallen. Weniger treffsicher war die Vorhersage Jungs, dass sich auch in der ersten Septemberwoche nur wenig an dem trüben Wetter ändern werden.
Denn nach dem "bösen" Ex-Hurrikan Bertha könnte sich nun der ehemalige Hurrikan Cristobal positiv und nachhaltig auf das Wetter in Mitteleuropa auswirken. Bis zu 27 Grad könnten es in der zweiten Wochenhälfte werden. Dann werden sich auch endlich wieder die Schwimmmeister in den Freibädern über mehr Besucher freuen.

Saarburg: Nicht so negativ wie in Kordel (Verbandsgemeinde Trier-Land) ist die Zwischenbilanz im Freizeitbad Saarburg. Dort öffnet das renovierte Hallenbad am heutigen Montag wieder. Im Freibad liegt die Besucherzahl nach Angaben von Betriebsleiter Dieter Speck derzeit bei rund 20 000. "Das ist etwa ein Drittel weniger als im Badejahr 2013.

Trier: "Bedingt durch das unbeständige Wetter im Juli und August, insbesondere während der Sommerferien, können die Besucherzahlen des Vorjahres wohl nicht mehr erreicht werden", sagt Ralf Frühauf vom Presseamt der Stadt Trier. .
Bisher seien im Nordbad rund 45 000 Besucher (2013: 61 261) und im Südbad rund 52 000 Besucher (2013: 94 886 ) registriert worden. "Wir gehen aber davon aus, dass sich das Ergebnis bis zum Saisonende Mitte/Ende September noch verbessert.
Im Freibad Trier-Nord, bei Wassertemperaturen von 24 Grad, wird die Besucherzahl von 50 000 Besuchern sicherlich problemlos überschritten." Eine merkliche Steigerung der Besucherzahl im Freibad Trier-Süd, dem Schönwetterbad, sei ausschließlich von der Wetterlage abhängig. Bei schönem Wetter zum Saisonende könnte die Zahl von 60 000 Badegästen auch hier überschritten werden.
Die Frage, ob und wenn ja, in welcher Form nach einer mäßigen Saison eine Anpassung der Eintrittspreise erfolgen werde, kann nach Aussage von Frühauf zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Allerdings kann er zwei Gewinner des wechselhaften Wetters benennen: Stadtbad und Sauna hatten im Juli und August zusammen knapp 7000 Besucher mehr als in diesem Zeitraum im Vorjahr. Das ist ein Plus von elf Prozent.

Mertesdorf: Bademeister Dietmar Theis prognostiziert mit bislang 40 000 Besuchern auch für das Freibad in Mertesdorf einen Rückgang (2013 insgesamt 62 000), hofft aber auf einen letzten großen Schwung.
Theis: "Wir haben zwar beheizte Außenbecken, aber die Nächte waren einfach zu kalt. Da kommen weniger Badegäste."

Schweich: Schwimmmeister Horst Quary verweist darauf, dass in Schweich das Erlebnisbad erst Ende Juli geöffnet wurde und wegen des Umbaus 2012 und 2013 geschlossen war. "Wir können deshalb nicht wirklich ein Resümee ziehen. Aber natürlich war die erste Augustwoche in Ordnung, danach ging es mit den Besucherzahlen bergab. Wir sind alle unglücklich über den Sommerverlauf."

Leiwen: Im Panoramabad Römische Weinstraße in Leiwen waren nach Angaben von Schwimmmeister Frank Heid bislang 26 000 Personen. Im gesamten Sommer 2013 seien es 43 000 Besucher gewesen. Heid beklagt, dass die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel gesunken seien. "Der Saisonverlauf bis Ende Juni war sehr gut, sogar besser als 2013, dann kam der Kompletteinbruch ab Mitte August."
Das Freibad mit dem schönen Ausblick auf das Moseltal wird stark frequentiert von Gästen aus den Niederlanden, diese bleiben dem Bad nach den Ferien allerdings auch nicht mehr erhalten. Die einzigen Badegäste seien dann noch Dauerkartenbesitzer und Frühschwimmer. "Da die Energiekosten in keiner Relation zur Zahl der schwimmenden Gäste stehen, werden wir unser Freibad früher schließen. Letzter Badetag ist bei uns voraussichtlich Sonntag, 7. September."

Kordel: Wenig Positives ist auch aus dem Kylltalbad in Kordel zu hören. Von einer Halbierung der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr ist da die Rede. Der jetzige Besucherstand 2014 liege bei 15 600 Badegästen, 2013 seien es knapp 30 000 Besucher gewesen. Dennoch wird das Waldbad frühstens in der zweiten Septemberwoche geschlossen. Letztlich wird das vom Wetter und den Besucherzahlen abhängen.