Leid ausleben

SAARBURG. (red) Das Weiterleben nach dem Tod eines Kindes ist für viele Eltern eine extreme Herausforderung, manchmal eine Überforderung der eigenen Kräfte. Trauernde Eltern fühlen sich auf ihrem Weg schon nach kurzer Zeit allein gelassen, machen die schmerzliche Erfahrung, dass ihre Mitmenschen den Tod des Kindes tabuisieren und schon sehr bald zur Rückkehr ins normale Leben auffordern.

Um nach einem solchen Verlust weiterleben zu können, kann es für trauernde Eltern wichtig sein, in der Gemeinschaft mit anderen Betroffenen den Schmerz und das Leid ausleben zu können. Aus diesem Grund wurde im Oktober 2004 die Selbsthilfegruppe "Leben ohne dich" in Saarburg gegründet. Dort treffen sich verwaiste Eltern, um sich auf ihrem Weg durch die Trauer gegenseitig zu stützen, Verständnis zu erhalten, ihre eigenen Erfahrungen mit der Trauer auszutauschen und füreinander da zu sein. Die Gruppe trifft sich wieder am Montag, 4. Dezember, um 20 Uhr in den Räumen der Lebensberatungsstelle Saarburg, Schlossberg 3. Eingeladen sind alle vom Tod eines Kindes betroffenen Mütter und Väter, unabhängig von Alter und Todesursache. Die Treffen finden in der Regel am ersten Montag im Monat statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Kontaktpersonen sind Ellen Rothhaar, Telefon 06581/95270 oder Gudrun Hock, Telefon 06501/3955, oder per E-Mail: shg saarburg@lebenohnedich.de