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Leserbrief zu Hindenburgstraße Trier: Jeder darf seine Meinung haben

Ihre Meinung : Jeder darf seine Meinung haben und diese auch vertreten

Geschichte

Zum Bericht „Diskussion in Trier: Schandfleck oder Mahnung?“ sowie den Kommentaren „Das Ende der Peinlichkeit“ und „Wider das Vergessen“ (TV vom 11. Juli):

Schade, dass die „Geschichtsblinden“ im Rat der Stadt sich gegen die restlichen Ratsmitglieder mit Geschichtsverständnis durchsetzen konnten. Aber damit muss man in einer Demokratie nun einmal leben. Aber was soll man auch von diesen Parteien, die für eine Umbennung gestimmt haben, anderes erwarten? Sie bringen im politischen Alltag nicht allzuviel auf die Reihe und bringen das auch mit ihrer „Vergangenheitsbewältigung“ zum Ausdruck.

Im Nachhinein ist es leicht, den Stab über die Geschichte und die Personen der damaligen Zeit zu brechen und sie in Frage zu stellen. Ich bin sicher kein Freund des im TV zitierten Personenkreises der damaligen Zeit, aber heute fällt das Verurteilen dieser Menschen leichter. Man hat ja auch keine Repressalien zu befürchten, und das wäre seinerzeit auch wenig förderlich gewesen.

Kein Land der Welt stellt seine Geschichtspersönlichkeiten öffentlich so an den Pranger wie der eierlose Michel. Jeder darf und sollte seine Meinung zur Geschichte haben und diese auch vertreten dürfen. Auch die Verfasser der Kommentare Pro und Contra haben im TV ihre Meinung zu dieser Thematik geäußert. Gut so.

Ich kann allerdings die Meinung von Rainer Neubert nicht in der Form nachvollziehen, wie sie geäußert wurde. Da liege ich eher bei der Sichtweise von Verona Kerl. Aber auch in der gesellschaftlichen Debatte werden die Meinungen auseinandergehen, und das ist auch gut so.