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Leserbrief zum Hotelprojekt in Saarburg

Ihre Meinung : Ist das der richtige Standort?

Hotelprojekt

Zum Artikel „Hotelprojekt: Streit um Bauhöhen und Verkehr“ (TV vom 8./9. Februar):

Nun hat der Saarburger Bauausschuss in seiner Sitzung am 5. Februar ohne jegliche Diskussion sein einstimmiges Votum für den neuen Bebauungsplan auf dem ehemaligen Toom-Gelände gegeben. Darin waren die zahlreichen Einwände und Bedenken der Anwohner der Schodener Straße, die vom Sprecher der Bürgerinitiative Klaus Maaßen schriftlich eingereicht worden waren, zwar zur Kenntnis genommen, aber nur marginal berücksichtigt worden, wie Maaßen in der Bauausschusssitzung noch einmal monierte.

Mal abgesehen von der Frage, ob in Saarburg tatsächlich ein solches Millionenprojekt fehlt, bleibt zu hinterfragen, ob der richtige Standort dafür ausgewählt wurde. Wenn in der Schodener Straße mit hauptsächlich Ein- oder Zweifamilienhäusern plötzlich ein zwölf Meter hohes Hotel und elf Meter hohe Wohnhäuser in Blockbauweise auf der anderen Straßenseite aufgetürmt werden, so ist die neue Bebauung gewiss nicht dem Umfeld angepasst. Dass auf diese Weise den Anwohnern jedwede Sicht versperrt wird und die Grundstückswerte unserer Befürchtung nach erheblich gemindert werden, scheint den Investor und wohl auch die Mitglieder des Bauausschusses wenig zu kümmern. Hauptsache, die Kasse stimmt.

Zwar soll die Zahl der Autostellplätze für die neuen Wohnungen in der Schodener Straße auf 25 reduziert werden, das Verkehrsaufkommen dürfte dennoch durch die vielen Neubürger in den 60 Wohnungen sehr hoch sein und zu einer deutlichen zusätzlichen Lärmbelastung führen. Man denke an die Autofahrten zur Arbeit, zum Einkaufen, für tägliche mehrfache Kindertransporte, für Arztbesuche, für Fitnessbelange, für An- und Abfahrten von Besuchern zu Familienangelegenheiten, für Post- und Zeitungszustellungen, Müllabfuhren. Noch weit mehr Lärmbelastung ist vom Hotelbetrieb zu erwarten. Ob das vorgelegte Lärmschutzgutachten die Situation hier nicht zu schön geredet hat? Übrigens werden die vorgesehenen Baumpflanzungen zwischen den Autostellplätzen den bisherigen Grüngürtel mit seiner hohen Lebensqualität für die Anwohner wohl kaum ersetzen.