Leuchtturm für die Region

HATTGENSTEIN/REINSFELD. (red) Am Rande des alten Sportplatzes von Hattgenstein (Kreis Birkenfeld) erhebt sich seit kurzem ein mehr als 20 Meter hoher Aussichtsturm. Dessen imposante Holz-Stahl-Konstruktion wurde vom Reinsfelder Ingenieurbüro Sänger und Gorges entwickelt.

Bei der Einweihung bezeichnete der Staatssekretär im Mainzer Innenministerium, Roger Lewentz, den Turm "erstaunlich und fantastisch" und erklärte ihn sogleich zu einem "touristischen Leuchtturm" im Land. Was man im Bereich Fremdenverkehr im Birkenfelder Land noch weiter plane, mache absolut Sinn, kommentierte er jüngste Gespräche und bisher getätigte Investitionen in Höhe von 1,6 Millionen Euro, die zu 80 Prozent vom Lande gefördert wurden. Pfunde zum Wuchern und Wegsteine

Immens wichtig seien Attraktionen wie dieser Aussichtsturm, betonte Lewentz zudem als Bürgermeister von Kamp-Bornhofen, einer Fremdenverkehrsgemeinde am Mittelrhein. "Hier komme ich gerne wieder hin", versprach der Vater von vier Kindern den baldigen Sonntagsausflug in den Hochwald. "Zauberwald", "Nature Fitness Parc" und nun der Aussichtsturm: Für den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Birkenfeld, Manfred Dreier, sind es Pfunde zum Wuchern und Wegsteine bei der Verwirklichung des so genannten Heritage-Konzepts, das Natur- und Kulturgüter der Region vernetze und zusammen in Wert setze. Noch zu gestalten bleibt nach Worten des Bürgermeisters das Umfeld des mehr als 20 Meter hohen Turms. Familien- und kindgerecht sollten dabei die Angebote sein, hat Dreier beispielsweise bereits "eine Art dreidimensionale Landkarte" vor seinem geistigen Auge. Vermarktet werden soll all dies - wie die bald erscheinende Wanderkarte, die Tourismus-Broschüre und der Bildband der Verbandsgemeinde - unter dem neuen Kulturerbe-Logo. Das in Grün, Blau und Orange gehalten Signet soll die drei Konzept-Säulen Naturraum Rhein-Hunsrück, Handwerk und Kultur sowie Regionale Geschichte symbolisieren.Gastronomisches Angebot rundet Projekt ab

Weil "ein Turm allein auf einsamer Höh'" nicht genüge, habe sich die Gemeinde frühzeitig um ein gastronomisches Angebot bemüht, berichtete Hattgensteins Ortsbürgermeister Rudi Gordner. Er lobte "die hochwertige Ingenieurleistung und die gute Handwerkskunst" der am Turmbau Beteiligten. Geplant wurde der Turm vom Reinsfelder Ingenieursbüro Sänger und Gorges. Die Rolle des Fremdenverkehrs in der Konversions-Region würdigte Landtagsabgeordneter Hans Jürgen Noss in seinem Grußwort: Tourismus werde hier zu Lande nie Haupt-Broterwerb sein, sondern immer nur Begleiterscheinung. Die Bezeichnung "Highlight" habe der Turm mehrfach verdient, meinte Karl-Friedrich Hahn, der als zweiter Kreisbeigeordneter an diesem Morgen den Landrat vertrat. Er sei einer der höchsten Punkte im Kreis Birkenfeld und eine Attraktion für Touristen - "aber auch als Bauwerk an sich ist er äußerst gelungen."