Live-Musik in uriger Kneipenatmosphäre

Live-Musik in uriger Kneipenatmosphäre

Hinter dem "Musikfestival unplugged" steckt die Idee, Live-Musik in Kneipen zu genießen. In sechs Gaststätten gab es jetzt zum Herbstanfang eine Neuauflage der Frühjahrsrunde.

Hermeskeil. (doth) Richtige "Altstadtatmosphäre" konnten die Gäste von sechs Gastronomiebetrieben genießen, in denen die Bitburger Brauerei Bands und Einzelmusiker auftraten ließ, die ihre Kunst ganz "von Hand gemacht" vorführten. Selbst in der kleinsten Kneipe ist noch Platz für einen Live-Musiker wie Joe Casel in der Hochwald-Jagdstube. Die war um 20 Uhr schon richtig voll, als dieser mit "Heart of Gold" von Neil Young loslegte. Wirt Frank Hessek, genannt "Frankie", findet die Idee gut: "Mit Joe haben wir richtig Glück. Das ist Musik, die hier reinpasst." Norbert Hartmann aus Hermeskeil war von der ersten Minute an dabei: "Das ist sowieso meine Stammkneipe. Mit solch einer duften Musik hat alles noch viel mehr Atmosphäre."

Gegenüber im "Siska" gab es gleich zwei Sinnesreize: Die Musik von "White Strings" und ein Film im Großbildformat. Der Zulauf - vor allem jüngere Gäste - stimmte jedenfalls. Es war sogar noch ein Vorzelt aufgebaut worden. Ein bisschen leiser ging es im "Calypso" zu. Inhaber Raschid Dennai wollte mit der Band "Este Mundo" und ihrem spanischen Flamenco Musik haben, bei der man gutes Essen genießen kann - spanische Gitarren "à la Carte" sozusagen.

Bei "Carlos" war mit einem Vorzelt ebenfalls für den Ansturm an Gästen "vorgebaut" worden. "Wintage" schienen mit ihrer Musik in vollem Haus richtig Durst zu machen. Hier hatte sich Lisa Rosar aus Hermeskeil fest vorgenommen: "Wir machen heute Abend alle sechs Konzerte durch. Unplugged, das ist Musik pur." Im "64 Bytes" ging es erst später richtig los. Doch "Handjob" mit René Thielen und Marc Barbian versprachen: "Wenn wir hier gleich losrocken, dann kommen die Leute von ganz allein."

Eigentlich hätte der Wirt der "Römerschänke", Patrick Kohlhaas, zufrieden sein können. "Jim Everett & Boomer" fetzten mit feinster Country- Musik los, und die Leute tanzten sogar, obwohl kaum Platz war. Der Laden war proppevoll, aber Kohlhaas bemängelte: "Die Reklame für diese Nacht hätte besser sein müssen. An den am meisten befahrenen Straßen hat man keine Transparente gesehen."

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