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Lok überrollt Rentnerin bei Konz

 Haltepunkt Konz-Mitte: Nachdem die Sperrung der Obermoselstrecke aufgehoben wurde, fahren die Züge wieder. TV-Foto: Alexander Schumitz
Haltepunkt Konz-Mitte: Nachdem die Sperrung der Obermoselstrecke aufgehoben wurde, fahren die Züge wieder. TV-Foto: Alexander Schumitz
Konz. Eine 81-jährige Frau ist am Donnerstagmorgen auf der Bahnstrecke von Trier nach Perl in der Nähe des Bahnhofs Konz-Mitte von einem Zug überrollt worden und dabei ums Leben gekommen. Der Zugverkehr ruhte deshalb für mehr als 150 Minuten. Nach bisherigen Ermittlungen hat die Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden. Alexander Schumitz, Quelle: Wikipedia

Konz. Die Pendler auf der Bahnstrecke zwischen Trier und Perl haben gestern früh bis kurz vor 8 Uhr 150 Minuten vergebens auf ihren Zug zur Schule oder zur Arbeit gewartet.
Nach einem Unglück zwischen dem Haltepunkt Konz-Mitte und dem Bahnhof Konz-Karthaus, bei dem eine 81-jährige Rentnerin ums Leben kam, war die Strecke von der Polizei gesperrt worden. Zwei Regionalzüge fuhren deshalb laut Deutscher Bahn AG nicht.
Unglücksursache nicht geklärt


Was gegen 5.30 Uhr auf der Bahnstrecke zwischen dem Haltepunkt Konz-Mitte und dem Bahnhof Konz-Karthaus passiert ist, konnte bis Redaktionsschluss nicht geklärt werden. Fest steht, dass die Rentnerin aus Konz von einem Zug überrollt wurde und dabei ums Leben gekommen ist.
Vom zuständigen Sprecher der Deutschen Bahn AG heißt es: "Zu Personenunfällen äußern wir uns nicht." Auch das Polizeipräsidium Trier hält sich bedeckt: "Nach bisherigen Ermittlungen hat die Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden", sagt Polizei-Pressesprecher Karl-Peter Jochem auf TV-Nachfrage. "Einen Unglücksfall schließen die Ermittler nicht aus." Bereits am vorigen Wochenende war die Bahnstrecke an der Mosel für längere Zeit gesperrt. Eine 34-jährige Frau aus Luxemburg war am Sonntag von Mertert (Luxemburg) aus zum deutschen Ufer durch die Mosel geschwommen. Anschließend war sie über die Bundesstraße 419 auf die Bahngleise gelaufen. Die Bahnpolizei hatte daraufhin die Strecke für den Zugverkehr gesperrt. Einsatzkräfte fanden die 34-Jährige schließlich auf den Gleisen und brachten sie in ein Trierer Krankenhaus (der TV berichtete).
Bahnsteige teils überwacht


Anders als an den Bahnhöfen in der Verbandsgemeinde Konz, die an der Saarstrecke liegen, wird auf der Obermoselstrecke an den Haltepunkten kein Bahnpersonal eingesetzt.
Beispielsweise werden die Gleise am Bahnhof Konz und am Bahnhof in Wiltingen von Schaffnern überwacht. Dort dürfen Reisende nur den Bahnsteig betreten, wenn der Zugang zu den Gleisen geöffnet wird.Extra

Mehr als 90 Prozent aller Schienenunfälle enden tödlich, viele davon sind Suizide. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland 899 solcher Suizid-Fälle gezählt, das sind 0,87 Fälle pro eine Million Zugkilometer. Lokführer sind als unmittelbare Augenzeugen von tödlich verlaufenden Zugunglücken einer erheblichen psychischen Belastung ausgesetzt. Diese Unglücke können zu einer jahrelangen psychischen Beeinträchtigung führen. Um das Trauma zu verarbeiten, werden sie im Anschluss psychotherapeutisch oder seelsorgerisch behandelt. Die Deutsche Bahn AG unterhält für solche Fälle ein eigenes Sanatorium. itz Quelle: Wikipedia