Lokale Agenda Trier plant drittes Bürgersolarkraftwerk
Der Verein Lokale Agenda 21 Trier will zügig ein drittes Bürgersolarkraftwerk bauen, um sich die noch aktuelle Einspeisevergütung von 39 Cent pro Kilowattstunde dauerhaft zu sichern. Voraussetzung ist, dass Bürger genügend Kapital einbringen.
Trier. (cus) Im Jahr 2009 trugen die lang gehegten Pläne der Lokalen Agenda 21 endlich Früchte. Die beiden ersten Trierer Bürgersolaranlagen auf den Dächern der Waldorfschule und des Studentenwohnheims Tarfost gingen ans Netz (der TV berichtete). Auch von der geplanten Senkung der Förderung ab 1. Juli 2010 will sich der Verein nicht entmutigen lassen.
"Für Dachanlagen, die rechtzeitig vorher technisch betriebsbereit sind, gilt weiterhin die Einspeisevergütung von 39 Cent pro Kilowattstunde, gesetzlich garantiert bis Ende 2030", erklärt Zeljko Brkic von der Lokalen Agenda im Gespräch mit dem TV. Später gebaute Anlagen bekommen 16 Prozent weniger, das heißt nur noch knapp 33 Cent.
Für die dritte Photovoltaikanlage stellt die Stadt Trier eine Fläche im Schulzentrum Mäusheckerweg zur Verfügung, und zwar das 1700 Quadratmeter große Dach des Fachklassenbaus C. Die neue Anlage könnte mit einer Nennleistung von etwa 90 Kilowatt gebaut werden, deutlich mehr als die bestehenden Anlagen Waldorf 1 (16,72) und Unisol (17,86).
Voraussetzung ist ein Kapital von rund 250 000 Euro. Jeder Bürger kann sich mit mindestens 1000 Euro beteiligen.
Brkic: "Wir wollen das bürgerschaftliche Engagement im Umweltschutz stärken und planen noch für 2010 die Gründung einer Energiegenossenschaft."
Die Informationsveranstaltung zum Solarkraftwerk mit Gründung der Betreibergesellschaft beginnt am Montag, 15. März, um 19 Uhr im Studienzentrum Karl-Marx-Haus, Johannisstraße 28.