Mädchen schießen Tore

Fast zwei Dutzend Teams sind beim achten Jugendclub-Sportfest der Verbandsgemeinde Hermeskeil gegeneinander angetreten. Die Siege davongetragen haben vorwiegend Gruppen von außerhalb.

Hermeskeil. (urs) Das Glück ist dieses Mal nicht auf ihrer Seite. Die Jungs von der Jugendinitiative Madhouse sind schon etwas gefrustet, von drei bisherigen Partien drei verloren zu haben. Doch den Spaß lassen sich die Ausrichter des achten Jugendclub-Sportfestes der Verbandsgemeinde Hermeskeil durch die Pechsträhne nicht verderben. "Wir sind halt keine Fußballer, sondern nur Arbeiter", nimmt es Michael Petruch mit Humor. Außerdem spielten sie ja hier weniger um den Sieg, sondern "just for fun", bekräftigen seine Freunde Benjamin Rost, Dany Rüdenauer und Mario Görgen.Ball spielende Ananas-Mädchen

Insgesamt treten 14 Fußball- und neun Volleyball-Teams im Waldstadion gegeneinander an. Bei den Begegnungen sei jedoch der "freundschaftliche und faire Charakter des Turniers" deutlich geworden, lobt Jugendpfleger Bernd Hermesdorf. Die beste Stimmung kommt auf, als das Madhouse-Team gegen die Damen vom Jugendclub Gusenburg um die "Goldene Ananas" kickt. Die neun Mädels sind beim Turnier als "Special Mannschaft" angetreten, wie es Kickerin Michaela formuliert. Sie seien die einzigen weiblichen Fußballer beim Turnier. Obendrein hatten sie im Training einen "Totalausfall" verkraften müssen, Anna hat sich die Spiele aber zumindest anschauen können - nur halt mit Krücken. Dass sie dennoch gegen Titelverteidiger Naurath schon zwei Tore geschossen haben, motiviert die Kickerinnen daher ungemein.Greimerath vor Gusenburg

Dennoch heimsen dieses Mal erstmals viele Mannschaften von außerhalb der Verbandsgemeinde die Siege ein. Bei den Fußballern setzt sich Greimerath gegen Gusenburg durch. Platz drei können sich die Malborner sichern. Beim Volleyball verbuchen zwei Lorscheider Teams gleich Platz eins und drei für sich, während die Greimerather sich mit dem zweiten Platz begnügen müssen. Eine junge Jugendgruppe aus Naurath verpasst allerdings nur knapp den dritten Platz. Das gute Abschneiden der Jugendgemeinschaft Greimerather hat die Jugendlichen selbst kaum überrascht. Sie seien ihres Wissens die größte Gruppe beim Turnier. Daher waren die Greimerather schon zur Turnier-Halbzeit überzeugt, dass sie als Champions vom Platz gehen würden.