Malen, basteln, werken

Ein lockerer Nachmittag im Bürgerhaus Züsch wurde genutzt, um die Ergebnisse kreativer Arbeit vorzustellen. Zwei Wochen lang arbeiteten 16 Kinder und fünf Erwachsene an Objekten bildender Kunst und Krippen.

Züsch. Erstmals war die Ortsgemeinde Züsch mit im Boot bei den Kreativtagen, die von der Künstlerin Ursula Stimmler geleitet werden. "Wir wollen uns ungestört über die Ergebnisse unterhalten", begründete die ortsansässige Malerin die Tatsache, dass nicht einmal leise Musik beim Abschlussnachmittag lief.

Die zweiten Kreativtage wurden vom Kulturverein der Gemeinde Züsch unterstützt, dessen Vorsitzender Ortsbürgermeister Hermann Bernardy ist. "Ursprünglich sollte dieser Kurs eine Herbstferienbeschäftigung für Kinder sein, aber auch Erwachsene passen hier wunderbar ins Konzept", findet Stimmler.

So wurde gemalt und gebastelt. Und Generationen fanden zusammen: Die Drei Jahre alte Teilnehmerin Hanna Butterbach hatte ebenso viel Freude am Gestalten wie die 83-jährige Hilla Fusening.

Das Thema "Häuser" wurde den Kindern gestellt. Es entstanden ganze "Häuserlandschaften". Die Erwachsenen sollten bei Stillleben mit möglichst wenigen Farben auskommen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Einen Höhepunkt fand der Kurs mit der Krippenbaukunst. Unter Anleitung des Krippenbauers Arthur Lambert aus Wasserliesch entstanden bezaubernde Symbole des höchsten christlichen Festes. "Das ist die erste Krippe, die ich in meinem Leben gebaut habe", stellte Paul Schmitz aus Schillingen fest. Er war in einem Kurs von Lambert gewesen und arbeitete noch beim Abschlusstreffen an seiner Krippe weiter, was bewundernde Blicke aller Anwesenden hervorrief. "Die Figuren kommen allerdings aus dem Grödnertal in Südtirol", gab Schmitz zu. Die Schnitzer dort seien halt die besten. Der Erlös des Nachmittages fließt in die Anschaffung einer Lautsprecheranlage fürs Gemeindehaus. "Die Anlage ist bereits bestellt, doch die akustischen Verhältnisse in diesem Raum sind schwierig", erklärte Ortsbürgermeister Bernardy, der gemeinsam mit seinem ersten Beigeordneten Jörg Weber gekommen war.

Beide plädieren für eine exakte akustische Einmessung, bevor eine neue Anlage installiert wird.