Malerisches Brückenidyll rund um die Reinsfelder Kirche

Malerisches Brückenidyll rund um die Reinsfelder Kirche

Die Konstruktionen aus Stahl kosten Reinsfeld 75 000 Euro. Zudem investiert die Gemeinde erneut in den Straßenbau.

Spaziergänger zieht es wieder öfter in den kleinen Park an der Reinsfelder Kirche. Seit dort fünf Fußgängerbrücken über einen Bach saniert wurden, wählt mancher bewusst den malerischen Weg. Knapp 75 000 Euro investierte die Ortsgemeinde in die Bogenbrücken aus Stahl mit Holzbohlenstegen. Das war zwar nicht billig, aber nach Ansicht des Rates notwendig. Daher wurden die witterungsabhängigen Arbeiten auch schon vorab, nach vorheriger Rücksprache mit den Fraktionen, ausgeführt. Der formelle Beschluss erfolgte nun nachträglich und einstimmig.

Ganz schön ins Geld geht in einer großen Gemeinde wie Reinsfeld aber auch die Sanierung von Feldwirtschaftswegen. Aktuell steht das für den Weg entlang der Landesstraße L 151 von Höfchen bis zur Biogasanlage an und für den Weg "Kampel" von der Firma Wollscheid aus. Beauftragt ist damit nun das Lorscheider Unternehmen Becker, das die Arbeiten für 68 820 Euro anbietet und damit günstigster und wirtschaftlichster Bieter war.
Die Gemeinde, und damit ihre Bürger, werden die Ausgaben aber nicht belasten. Die Rechnung übernimmt - aus freien Stücken - die Jagdgenossenschaft, ein Zusammenschluss von Landeigentümern, Privaten und auch der Gemeinde.

Eingehend beraten wurde ein Anliegen von Rascheid. Für eine von insgesamt sechs geplanten Windkraftanlagen braucht die Nachbargemeinde das Einverständnis aus Reinsfeld. Denn die Flügel der Anlage würden über die eigene Gemarkung hinausragen. Der Reinsfelder Rat steht dem grundsätzlich offen gegenüber, stimmte aber dennoch nur bedingt einstimmig zu. Und zwar unter dem Vorbehalt, dass sich das nicht als nachteilig erweisen darf für Reinsfeld, das ja selbst Windkraftgemeinde ist. Das für Anlagen vorgeschriebene Repowering, eine Modernisierung, die auch neue Standorte bedeuten kann, muss, so der Ratsbeschluss, "im bisherigen Umfang möglich sein".

Ein weiteres Mal auf den Weg gebracht ist ein geplantes Urnengrabfeld. Die dafür erforderlichen Pläne wurden wegen personeller Engpässe im Bauamt bisher nicht erstellt, was nun schnellstens nachgeholt werden soll. Vorgesehen ist eine Fläche unterhalb der Leichenhalle.

Zügiger als gedacht könnten die Fahrbahnen der Hauptverkehrsadern des Dorfes, L 146 aus Richtung Holzerath und L 148, die im Zentrum aufeinandertreffen, erneuert werden. Ein Vollausbau samt Erneuerung des Unterbaus und aller Leitungen hätte wohl frühestens in 15 oder 20 Jahren Chancen, realisiert zu werden, erklärte Ortsbürgermeister Rainer Spies. Eine bedarfsgerechte Sanierung könnte hingegen, wegen des allgemein schlechten Straßenzustands, voraussichtlich schon 2018 für grob geschätzt eine Million Euro erfolgen. Der Rat entschied sich für die schnellere und Anlieger nicht belastende Variante. Demnach wird die gesamte Fahrbahn erneuert, Rinnen und Leitungen aber nur dort, wo das erforderlich ist.

Grundsätzlich positiv steht der Rat dem Angebot der Offenen Wählerliste (OWL) gegenüber, den ehemaligen Brunnenplatz am Ortseingang aus Richtung Holzerath herzurichten. Die Fraktion bietet an, Material-, Maschinen- und Arbeitskosten komplett zu übernehmen. Der für weitere planerische Schritte erforderliche Ratsbeschluss fiel einstimmig.