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Mann bei Brand in Konzer Wohnung schwer verletzt

Mann bei Brand in Konzer Wohnung schwer verletzt

Ein Mann erleidet in der Nacht zum Donnerstag lebensgefährliche Verletzungen bei einem Brand in seiner Wohnung. Die Polizei vermutet, dass das Feuer durch eine brennende Zigarette ausgelöst wurde.

Donnerstagnacht: Gegen 0.30 Uhr schreckt ein Mann auf. Es riecht nach Feuer. Als er aus dem Fenster blickt, sieht er in einer Nachbarwohnung in einem Hinterhaus in der Konzer Konstantinstraße lodernde Flammen. Andere Nachbarn wachen ebenfalls auf. Einer von ihnen rettet gemeinsam mit zwei Helfern einen 55-jährigen Mann aus der brennenden Wohnung - noch bevor die Konzer Feuerwehr eintrifft, deren Wache nur 350 Meter entfernt in der Granastraße liegt. Der Inhaber der brennenden Wohnung erleidet trotz des schnellen Einschreitens schwere Brandverletzungen. Bei den drei Nachbarn, die ihn gerettet haben, besteht Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung.

Als die ersten Feuerwehrleute eintreffen, schlagen die Flammen aus Türen und Fenstern des Gebäudes, das nur über einen Hinterhof zu erreichen ist. Mehrere Wehrleute rücken mit Atemschutzgeräten an, um den Brand zu löschen. Ein Feuerwehrmann verletzt sich dabei leicht, weil er mit dem Fuß umknickt, heißt es in einer Meldung der Konzer Feuerwehr. Das Feuer ist aber schnell gelöscht. Danach befreien die Feuerwehrleute das Haus vom Qualm - sie nutzen dazu ein spezielles Belüftungsgerät. Um 3 Uhr beenden sie den Einsatz.

Wegen der Rauchentwicklung evakuieren die Einsatzkräfte auch das benachbarte Wohnhaus. Insgesamt sind 40 Feuerwehrleute aus Konz und Könen, Mario Gaspar, der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Konz, fünf Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz, ein Notarzt sowie die Polizei im Einsatz.

Das DRK bringt den 55-jährigen Schwerverletzten umgehend in ein Trierer Krankenhaus. Vor Ort geht die Polizei noch davon aus, dass der Mann lebensbedrohlich verletzt ist. Inzwischen sei sein Zustand stabil - er sei aber nicht ansprechbar, sagt Markus Kohl, Leiter der zuständigen Polizeiinspektion in Saarburg. Laut Kohl ist der 55-Jährige in eine Spezialklinik in Ludwigshafen-Oggersheim gebracht worden, wo sich Experten für Brandverletzungen um ihn kümmern.

Die Brandursache haben die Polizisten auch schon etwas herausgefunden: "Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass das Feuer durch eine brennende Zigarette aus einem Tisch im Wohnzimmer ausgelöst wurde", sagt Kohl. Bisher habe die Polizei den Wohnungsinhaber aber noch nicht vernehmen können. Die Saarburger Beamten ermitteln jedoch weiter, um zu klären, warum die Zigarette das Feuer auslösen konnte. Um Näheres zu erfahren, müsse sie jedoch zunächst mit dem 55-Jährigen sprechen.

Zum Sachschaden kann der PI-Leiter schon mehr sagen: "Der Gebäudeschaden ist massiv." Das komplette Mobiliar und Gebäudeteile sind bei dem Brand zerstört oder beschädigt worden. Er schätzt die Schadenshöhe auf etwa 50.000 Euro.