Mannebach: Neues Baugebiet Im Rad/Nitteler Straße geplant

Baugebiet : Mannebachs Zukunft liegt in Kümmern

Der Ortsgemeinderat verabschiedet sich von der Hennerwies und entscheidet sich für ein kleines Baugebiet Im Rod/Nitteler Straße mit elf möglichen Baustellen.

Zwölf Jahre lang war die „Hennerwies“ im Fokus als Areal, auf dem Mannebach wachsen sollte. Nun hat sich der Ortsgemeinderat endgültig von diesen Plänen verabschiedet. Denn am nördlichen Rand des Ortsteils Kümmern steht ein nicht mehr genutztes landwirtschaftliches Anwesen mit entsprechend großem Grundstück zum Verkauf. Nach Gesprächen zwischen Verkäufer und Grundstücksabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg ist der Eigentümer bereit, das Gelände an die Ortsgemeinde zu veräußern.

„Das Bauen in der Hennerwies wäre sehr teuer, denn die Ableitung von Oberflächenwasser kann zum Problem werden“, sagte Ortsbürgermeister Bernd Gard bei der Ratssitzung. Mannebach selbst habe keine Möglichkeit mehr, sich auszudehnen. Es gebe nur noch wenige Grundstücke – alle in privater Hand.

Deshalb gilt die Hoffnung des Ortschefs dem kleineren Ortsteil: „Mannebachs Zukunft liegt in Kümmern.“ Beschlossen ist, die Planungen zur Hennerwies endgültig einzustellen. Bestehende Verträge werden aufgelöst. Auf welche Summe sich der bisherige Aufwand im Zusammenhang mit der Hennerwies-Planung beziffert, konnte Bernd Gard aus dem Stegreif nicht sagen.

Einstimmig billigte das Gremium, das Gebiet Im Rod/Nitteler Straße am Ortsrand vom Kümmern anzugehen. Der Planer für das Kümmerner Baugebiet, Arno Frideres vom Ingenieurbüro Scherf aus Trierweiler, stellte den Ratsmitgliedern seinen ersten, groben Entwurf vor, der elf neue Bauparzellen mit einer Größe zwischen 700 und 1000 Quadratmetern vorsieht.

Acht Monate Entwicklungszeit hat Frideres bereits investiert, bislang ohne Honorar.

Mit sogenannten Horchboxen, die den Ruf von Fledermäusen aufzeichnen, wurden 4000 Flugbewegungen festgestellt, aber keine Wochenstuben, in denen Fledermäuse ihren Nachwuchs zur Welt bringen. „Gibt es nur eine davon, kann man ein Baugebiet vergessen“, sagte Ortschef Gard.

Die Grundstücke werden zwar Gefälle haben – aber auch eine grandiose Aussicht. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es schwer, Kosten zu nennen, denn es müssten weitere Planungen erfolgen, um Baureife zu erlangen.„Heute muss man aufpassen, wann man ausschreibt. Die Baufirmen sind meist ausgebucht“, erklärte der Planer.„2020 könnten die ersten Grundstücke bebaut werden“, schätzte Nils Osterwalder von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Saarburg. Zehn Bürger hörten aufmerksam zu.

Den Menschen, die bereits in Kümmern wohnen, sollen keine Kosten durch das neue Baugebiet entstehen. Die Erschließung des Baugebiets soll von den künftigen Bauherren getragen werden. Die Gemeinde tritt lediglich in Vorleistung.

So sieht der Entwurf für das neue Baugebiet in Mannebach aus. Foto: TV/Scheidweiler, Jonas

Guter Nebeneffekt des Projektes: In dem neuen Baugebiet sollen Glasfaserkapel für superschnelles Internet verlegt werden und auch der alte Ortsteil daran angeschlossen werden..

Mehr von Volksfreund