Mannebacher Dorfmobil wird weiter gut angenommen

Mannebach · Das Dorfmobil, ein Ruftaxi, ist seit rund sieben Monaten in Mannebach im Dienst und kutschiert Senioren wie Familien zum gewünschten Ort. In Zukunft soll das Angebot auch für Tawerner zugänglich sein.

Mannebach. Rund 300 Fahrten hat das Mannebacher Dorfmobil bereits absolviert, der Tacho steht nach rund sieben Monaten Betrieb bei 10 000 Kilometern. Das stimmt die Gemeinde zufrieden, wie Ortsbürgermeister Bernd Gard bestätigt.
Auch die finanzielle Situation des Dorfmobils ist nach Angaben des Ortsbürgermeisters gut. "Wir dürften in den nächsten zwei bis drei Jahren keine Probleme mit der Finanzierung haben." Die Anschaffungskosten von 15 000 Euro zahlte die Gemeinde selbst. Der laufende Betrieb und Unterhalt des Dorfmobils wird durch Spenden, Sponsoring und Vermietung gedeckt. Vereine können den Kleinbus gegen eine Spende leihen.
Das Dorfmobil funktioniert nach dem Prinzip eines Ruftaxis: Wer in Mannebach wohnt und etwa einen Arztbesuch oder einen Einkauf plant, selbst aber nicht mobil ist, ordert den Bus samt ehrenamtlichem Fahrer per Telefon. Grundsätzlich steht das Angebot jedem zur Verfügung. Es wurde aber auch angeschafft, um der demografischen Entwicklung gerecht zu werden: Rund 30 Einwohner von Mannebach sind inzwischen über 80. Der Anteil derer, die in Sachen Mobilität auf fremde Hilfe angewiesen sind, wächst (der TV berichtete).
Die Einwohner von Fisch können das Angebot inzwischen auch nutzen, allerdings ist laut Gard die Nachfrage noch gering. Er kündigte in der Gemeinderatssitzung an, dass Kontakt zur Gemeinde Tawern (Verbandsgemeinde Konz) aufgenommen wurde, um das Dorfmobil auch dort anzubieten. "Wir werden demnächst ein Gespräch mit einer Tawerner Arbeitsgruppe haben", sagte der Ortschef. jka